Montag, 17. März 2025

Falscher Zeitungsartikel verunsichert Hundebesitzer


Falscher Zeitungsartikel verunsichert Hundebesitzer


Es ist immer wieder ein schock und ein Trauma für Tierbesitzer, wenn ihr geliebtes Tier (oft Bezugsperson, Kindersatz etc.) verstirbt.
--> Doch leider passiert das eben.

Es ist auch ganz natürlich nach Gründen, Erklärungen und Ursachen zu suchen.
--> Doch leider sind die nicht immer zu finden.

Was jedoch überhaupt nicht weiter hilft ist es, nach SCHULDIGEN zu suchen.
Meistens handelt es sich natürlich um kranke Tiere und somit ist der letzte Tierarztbesuch oft auch nicht lange her.
--> Doch aus einem reinen zeitlichen Zusammenhang einen ursächlichen Zusammenhang zu konstruieren stimmt eben nicht.

Was dann komplett unseriös, unethisch und unmöglich ist, ist es andere Tierhalter durch das eigene Leid und die eigenen Erklärungsversuche zu verunsichern und dadurch Hunden die Lebensqualität deutlich steigernden Behandlungen zu versagen.
--> Doch leider sind manche Menschen genau so egoistisch!

Und wenn es dann noch die Auflage der Zeitung steigert und den Trend der Verschwörungstherorien folgt, die allen Arzneimittelfirmen, (Tier-)Ärzten und Wissenschaftlern sofort unlautere Absichten unterstellt, dann entstehen eben solche Artikel wie hier unten....

Erfahrungen in unserer eigenen Tierarztpraxis:


Richtig ist, dass das unten angesprochene Medikament einen echten "Game-Changer" in der Behandlung von chronischen Schmerzerkrankungen von Hunden und Katzen darstellt.
Seit über 2 Jahren setzen wir diesen Wirkstoff bei vielen Tieren ca. alle vier Wochen ein und hatten bisher nur ein einziges mal einen Hund, der (vermutlich deswegen) unerwartet reagiert hat (was wir natürlich sofort gemeldet haben).

Dieses Tier hat dann eben weiterhin die "frühere" Behandlung mit täglichen NSAID Schmerztabletten bekommen und fertig. Auch wenn diese alte Behandlungsmethode wesentlich mehr Risiken & Nebenwirkungen birgt (bes. Magen-Darm) und bei weitem nicht so wirkungsvoll ist, wie das neue Medikament mit den monoklonalen Antikörpern.

Alle anderen weit über 100 Tiere und deren Besitzer sind begeistert von der Steigerung der Lebensfreude der Hunde (und Katzen) durch diesen neuen Wirkstoff!


Wenn Sie einen Tierarzt ihres Vertrauens gefunden haben, dann hören Sie auf diesen studierten und an Erfahrung reichen Fachmann, anstatt auf wirre und effekthaschende Artikel in der Presse.

Hier jetzt die offizielle Stellungnahme des Pharmaunternehmens zu dem Artikel:


Stellungnahme zu einem veröffentlichten Artikel über unser Osteoarthrose-Medikament
Librela erschienen in lokalen Tageszeitungen

Am 6. März 2025 erschien erstmals in der Tageszeitung Südkurier ein Artikel über unser Osteoarthrose-Medikament Librela mit dem Titel „Ein tödliches Wundermittel macht Hundebesitzern Angst“. 
Der gleichlautende Artikel mit diesem oder ähnlichen Titeln wurde auch in einigen anderen lokalen Tageszeitungen veröffentlicht. Wir widersprechen den Inhalten des Artikels entschieden.

Zunächst einmal ist wichtig zu verstehen, dass sich der Artikel nahezu ausschließlich auf Berichte zweier Tierhaltenden sowie eine eigene Erfahrung des Autors stützt, die nicht durch Fakten belegt werden. Wir verstehen, dass der Verlust eines geliebten Tieres eine schmerzvolle Erfahrung ist. Viele unserer mehr als 14.000 Mitarbeitenden sind selbst Tierhaltende. Kernaussagen des Artikels sind jedoch falsch und sachlich unbegründet. So wird unter anderem behauptet, dass Librela für das qualvolle Ende Tausender Hunde verantwortlich sei, ohne Quellen für diese Behauptung zu nennen.

Lassen Sie uns also über die Fakten sprechen: Librela wurde 2021 in Europa zugelassen und
seither mehr als 25 Millionen Mal weltweit verabreicht; in Deutschland 12 Millionen (Stand 12/24). Alle seither gemeldeten Nebenwirkungen, abgesehen von gelegentlichen Reaktionen an der Injektionsstelle, wurden gemäß der Kategorisierung der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) als „sehr selten“ oder „selten“* eingestuft. Die Arzneimittelbehörde aus Großbritannien hat erst kürzlich aufgrund von Medienberichten eine ausführliche Stellungnahme zu Librela veröffentlicht, in der die Wirksamkeit und Verträglichkeit unseres Medikaments bestätigt wurde. 

Sie können diese Mitteilung bequem über den folgenden QR-Code abrufen:

Fakt ist auch, dass wir bei Zoetis großen Wert auf die verlässliche Wirksamkeit und Verträglichkeit unserer Arzneimittel legen. Damit ein Arzneimittel in Europa durch die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) zugelassen wird, muss dessen Verträglichkeit und Wirksamkeit in Studien umfassend belegt werden.

In dem Artikel wird in Frage gestellt, dass Librela vor Markteinführung ausreichend getestet wurde. Tatsache ist, dass zwei große klinische Studien mit insgesamt mehr als 550 Hunden in den USA und in der EU durchgeführt wurden. Hierbei handelt es sich um zwei der größten Zulassungsstudien in der Kleintiermedizin. Entgegen der Darstellung des Artikels, nach der diese Studien vermeintlich „nur Junghunde umfasst haben - und nicht ältere Tiere, die Hauptzielgruppe“, wurden in unseren Studien Hunde verschiedener Altersgruppen eingeschlossen (bspw. Europa: medianes Alter 8,9 Jahre (Spanne 1-17,5 Jahre)).

Der Artikel stellt ein sachliches Informationsschreiben an US-amerikanische Tierärztinnen und
Tierärzte der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde (FDA) als „Warnbrief“ dar. Anlass dieses Informationsscheibens seien vermeintlich viele Todesfälle von Tieren innerhalb weniger Monate gewesen, die in Folge zu einer Abmahnung unseres Unternehmens durch die FDA geführt haben soll.

Beide Aussagen sind falsch. Es gibt Daten einer neuen Veröffentlichung zu allen bisher weltweit gemeldeten Nebenwirkungen zu Librela, die in den kommenden Tagen auch in einem Fachartikel im Journal Frontiers veröffentlicht werden.

Abrufbar über den folgenden QR-Code:


Entgegen der Darstellung im Artikel sind weder „Todesfälle“ noch „Blasen- oder Hautentzündungen“ unter den Nebenwirkungen in der europäischen Fachinformation (ähnlich der Packungsbeilage) zu finden. Die Anpassung der Nebenwirkungsauflistungen eines Medikamentes ist ein Standardprozess, den jedes Medikament nach der Marktzulassung durchläuft. Sie beruht auf allen bisher zum Produkt gemeldeten unerwünschten Arzneimittelwirkungen. 

Die aktuelle Fachinformation ist auf der Seite der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) über den folgenden QR-Code öffentlich einsehbar.

Fazit:
Wir bedauern, dass dieser Artikel auf Grund von fehlerhaften Vorwürfen oder fälschlich aus dem Zusammenhang gerissenen Aspekte möglicherweise bei Ihnen zu Unsicherheiten geführt hat.
Daher wollen wir Ihnen noch einmal versichern: Seit seiner Einführung in Europa vor vier Jahren ist Librela ein von Tierärztinnen und Tierärzten sowie Tierhaltenden sehr geschätztes Medikament, das mehr als 25 Millionen Mal zur Linderung von Arthroseschmerzen bei Hunden eingesetzt wurde. Die tierärztliche Praxis hat seither gezeigt, dass Librela bei der Linderung von Arthroseschmerzen bei Hunden gut verträglich und wirksam ist.

Gleichzeitig bitten wir Tierhaltende weiterhin, sich im Falle einer vermuteten unerwünschten
Arzneimittelwirkung bei unserer Pharmakovigilanz zu melden, damit wir unserer Meldepflicht nachgehen können und realistische Nutzen-Risiko-Analysen unseres Produkts durchführen können.

Ihr Zoetis-Deutschland-Team

*wobei die Häufigkeiten wie folgt definiert sind:
„selten“: 1 – 10 Tiere/10 000 behandelte Tiere
„sehr selten“: < 1 Tier/10 000 behandelte Tiere, einschließlich Einzelfallberichte

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