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Freitag, 20. März 2026

Die Bedeutung der Parasitenprävention


Die Bedeutung der Parasitenprävention


Am 20. März macht der World Parasite Awareness Day auf die Bedeutung der Parasitenprävention aufmerksam.
Mehr Informationen: https://parasiteawarenessday.com

Heute, am World Parasite Awareness Day, rücken wir einmal mehr das in den Fokus, was im Alltag oft unsichtbar bleibt: 

Parasiten sind längst überall!


Eine neue Zeckenstudie* zeigt: 
Zecken wohnen nicht mehr nur im Wald – sie haben inzwischen auch unsere Stadtparks fest im Griff. 
In über 70 % der untersuchten Parks wurde Ixodes ricinus gefunden – und das quer durch Berlin, Potsdam und Heidelberg. 
Für Hunde und Katzen bedeutet das: Selbst der kurze Abstecher ins Grüne birgt ein echtes Risiko.

Zum Glück gibt es wirksame Prophylaxe-Mittel vom Tierarzt!


Für den Hund empfehlen wir entweder die 5-Wochen-Tabletten (mit oder ohne Wurmmittel) oder die 12-Monats-Spritze.

Für Katzen haben wir das 1-Monats SpotOn, oder das 3-Monats-SpotOn (mit oder ohne Wurmmittel

Vereinbaren Sie jetzt einen Termin bei uns:


oder rufen Sie uns gerne an:

Weitere Artikel & Quellen zu dem Thema Parasitenbekämpfung bei Hunden und Katzen:


Artikel ESCCAP zur Babesiose:

S
icherheit von Bravecto und Falschmeldungen bzw. Panikmache im Internet:
Infos zum Floh- & Zeckenschutz:

Samstag, 20. Dezember 2025

Das war 2025 ... Besondere Fälle in der Kleintierpraxis Gusborn


Das war 2025 ... Besondere Fälle in der Kleintierpraxis Gusborn


Hier einmal nur ein kleiner Überblick von Fällen aus dem Jahr 2025, von denen ich auch eigenen Fotos gemacht habe.

1. Immer wieder Parasiten


Trotz aller Informationen und Blogartikeln, trotz Internetaktionen und Aufklärung ist das Problem der Parasiten so aktuell wie immer.

Wir finden ausgebrochene Bandwürmer, Spulwürmer und von Ende Januar bis Anfang Dezember Zecken auf den Tieren. Es gibt viele Fälle von Ohrmilben und Flohbefall.

Ganz besonders dramatisch war in diesem Jahr die hohe Anzahl von "Babesiose / Hundemalaria", welche durch Auwaldzecken übertragen wird. Im schlimmsten Fall führt diese Erkrankung nach nicht einmal 24 Sunden nach einer Übertragung unbehandelt zum Tod der Hunde.

Durch regelmäßige Wurm-, Zecken- und Flohkuren würde das nicht passieren.
Wir empfehlen für Freigängerkatzen, die nachweislich viele Mäuse fangen mindestens alle 2 Monate eine Wurmkur, falls kleine Kinder im Haus sind sogar monatlich.
Ansonsten wie bei den Hunden empfehlen wir 1/4-jährliche Wurmkuren.

Eine Zecken- & Flohprophylaxe sollte tatsächlich kontinuierlich und ununterbrochen 12 Monate im Jahr erfolgen.
Dazu empfehlen wir entweder eine 3-Monats-Tablette, Monats-Tabletten oder die 12-Monats-Spritze für Hunde.

Bei guten Zeckenmitteln werden die Ohrmilben auch gleich mit behandelt. Dabei ist eine mikroskopische Untersuchung von Sekret unerlässlich, um nicht andere Erreger wie Bakterien oder Pilze zu übersehen.

Weitere Infos zu dem Thema: 



2. Immer wieder Zähne


Zu oft sehen wir bei der Routinekontrolle schlechte Zähne bei Hunden und Katzen oder zu langen Schneidezähne aufgrund von Zahnfehlstellungen bei Kaninchen.

Zahnstein und entzündetes Zahnfleisch ist keine "Kleinigkeit". Es verursacht zum Einen natürlich permanente Schmerzen bei den Tieren, die diese allerdings (leider) nicht so zeigen.
Zum Anderen dringen die Bakterien über Verletzungen in die Blutbahn ein und sammeln sich mit Vorliebe in der Niere oder am Herzen und verursachen dort bleibende Schäden.

Es liegt nun einmal in der Natur der Sache, dass solche Probleme vorzugsweise bei älteren Tieren auftreten. Da ist es trotzdem kein vernünftiges Argument das Alter vorzuschieben um nichts zu machen.
Natürlich ist das Narkoserisiko etwas höher als bei jungen Tieren, doch die Folgen der permanenten Schmerzen, Geruchsbelästigung, Entzündung und Keimverbreitung sind weitaus schlimmer.

3. Blasenprobleme


Die Katze setzt sich oft hin zum pinkeln, pinkelt in die Wohnung und nicht ins Klo, der Urin riecht komisch oder ist leicht rötlich, es sind immer nur kleine Mengen Urin im Klo etc. pp.
Das sind alles deutliche Hinweise auf eine Blasenentzündung, die gerade bei Katzen oft chronisch ist, oder wird. 
Die Ursachen sind vielfältig und oft steht eine bakterielle Infektion erst am Ende der Geschichte und ist nicht der Auslöser.
Manchmal sind es Kristalle (Struvit oder Oxalat), die gebildet werden, manchmal ist es Stress und ab und an tatsächlich eine aufsteigende Infektion.

Weitere Artikel über das Thema: 
Hilfsmittel bei Nieren-, Blasenproblemen: https://hund-katze-heimtier-kleintier.de/teil-5-nieren-blasenprobleme/
Vertrauenswürdiger Tierarzt-Shop - Tierarzt24: https://kleintierexperte.de/go/tierarzt24


4. Immer wieder Qualzucht


Leider haben wir auch immer mit Folgeerkrankungen von genetischen Qualzuchten zu tun.
Die Tiere, die dann zu uns in die Praxis kommen können ja nichts dafür und sind meistens auch lieb und süß, doch grundsätzlich sollten Sie beim Kauf von Hunden und Katzen wirklich vermehrt auf qualzuchtfreie Rassen achten.

Diese arme Katze oben im Bild hat chronische Knorpelveränderungen an allen Gelenken, aufgrund einer genetischen Störung, die bei Faltohrkatzen eben genau dieses gewünschte Faltohr auslösen. 
Scottish Fold leiden ihr Leben lang, vom Tag ihrer Geburt.
Genau wie die beliebten Frenchies, Mops und viele andere Rassen.



Freitag, 16. Mai 2025

Wer kennt sie? Wer will sie? (Besitzer inzwischen gefunden)


Wer kennt sie? Wer will sie?


UPDATE! Besitzer gefunden!
Katze heißt Momo und ist schon 22 Jahre alt.
Alle haben sich gefreut wieder zueinander gefunden zu haben ... 

Diese alte Katze wurde in Klein Wittfeitzen gefunden und eingefangen und sucht jetzt ein schönes zu Hause für ihre letzten Tage.

Natürlich ist sie nicht gechippt und war in einem erbärmlichen Zustand als sie gestern zu uns gebracht wurde.
Jetzt wurde sie ein wenig "aufgepäppelt", frisst wie eine Raupe, ist lieb, verschmust, immer hungrig und klapperdürr.

Sie ist sicherlich weit über 10 Jahre alt, hat chronische Schmerzen in den Beinen und im Rücken und atmet etwas erschwert. 
Sie ist mit Sicherheit nicht gesund, aber auch noch nicht so krank, als dass wir sie mit gutem Gewissen jetzt sofort erlösen müssten.

Sie ist jetzt von uns akut behandelt worden gegen Schmerzen, Würmer, Flöhe und bakterielle Infektionen, wird munterer und lässt sich nicht mehr alles gefallen - eher ein gutes Zeichen ;-), frisst, säuft und scheidet aus.
Die Schnellteste auf FIP / FIV / FeLV waren positiv weswegen sie keinen Kontakt mit anderen Katzen haben sollte, um eine Ansteckung zu verhindern. Sie sollte auch nicht mehr ins Freie gelassen werden, da sie einerseits andere anstecken kann oder sich verkriecht und dann alleine ein Ende finden muss.

Eine umfangreiche Diagnostik und aufwändige Behandlung aufgrund der Befunde ist wenig sinnvoll. Eine palliative Therapie wird durchgeführt und sollte weiter durchgeführt werden (vor allem Schmerzmittel geben).
Sollte sich der Zustand trotz Medikamenten und Hege & Pflege verschlechtern, helfen wir auch bei dem letzten Schritt über die Regenbogenbrücke...

Wir suchen also wirklich eine gemütliche Bleibe mit lieben Menschen für das Tier, wo sie ihre "Gnaden-Katzenfutter-Dose" bekommt und ab und an gestreichelt wird.

Wer möchte es der kleinen zarten 2,5 kg Katze auf ihren letzten Metern so angenehm wie möglich machen?

Rückfragen an uns (https://DocGoy.de) oder die Tierfreunde Wendland

Sonntag, 7. Juli 2024

Klartext zur Floh-, Zecken- und Wurm-Behandlung


Was hilft "wirklich" gegen Zecken und Flöhe?


1. Im Gegensatz zu allen "alternativen" Präparaten sind verschreibungspflichtige Tierarzneimittel auf "Herz & Nieren" geprüft und müssen sowohl ihre Wirksamkeit als auch ihre Ungefährlichkeit in vielen Versuchen und Studien belegen. Erst dann dürfen sie angewendet werden.

So sieht es aus, bei "alternativ" oder gar nicht entwurmten / behandelten Katzen:
Zwei Bandwurmglieder bahnen sich den Weg aus dem Darm in die Freiheit!

2. Auch erfolgt eine lückenlose Meldepflicht der Tierärzte gegenüber den Aufsichtsbehörden über Probleme, die zeitnah nach dem Verabreichen einer Floh/Zecken- oder Wurm-Kur aufgetreten sind.

Immer wieder werden wir in der Kleintierpraxis mit den verschiedensten "Wundermitteln" gegen Flöhe und Zecken konfrontiert.

Wir selbst unterstützen gerne natürliche und alternative Methoden und haben bei unseren Katzen bzw. bei ausgewählten Tieren aus der Klientel auch schon so einiges ausprobiert.

So sieht es aus, wenn "alternativ" oder gar nicht entwurmte / behandelte Katzen erbrechen:  Alles voll Spulwürmer!



Leider fällt das eindeutige Fazit folgendermaßen aus:

1. Wenn es wirklich Probleme mit vielen Zecken und Flöhen gibt, dann hilft tatsächlich nur das entsprechende rezeptpflichtige Medikament vom Tierarzt.

2. Bei Tieren, die von "Natur aus" nicht so anfällig (lecker?) für Flöhe und Zecken sind, und zu Zeiten wo es von Natur aus weniger Zecken und Flöhe gibt, mögen auch "natürlich" Mittel eine gewisse Wirkung haben.

Doch bei einem richtigen Befall ist alles, was freiverkäuflich auf dem Markt ist, nicht wirksam. Weder die Medikamente aus dem Internet (bis auf ganz wenige Ausnahmen s.u.), und schon gar nicht Mittel aus dem Baumarkt, der Drogerie, dem Futtershop oder aus anderen Quellen.

Zum Beispiel:
  • Kurzwirksame "natürliche" Mittel wie "Chrysanthemen Extrakt" sind letztlich nichts anderes als Pyrethroide, eine Stoffgruppe zu der auch Permethrin gehört, ein bekanntes rezeptpflichtiges SpotOn-Präparat.
  • Durchaus wirksame Umgebungsmittel auf Kokosölbasis haben nichts auf dem Tier zu suchen.
  • Schwarzkümmelöl ist stark lebertoxisch, besonders bei Katzen. Zudem wird es meistens im Hochsommer in der Werbung angepriesen, wenn es sowieso kaum Zecken gibt. Deren massenhaftes Auftreten ist vor allem im Frühling und Herbst.
  • Ich habe noch keine Zecke gesehen, die sich von einem Bernstein aufhalten lässt
  • Homöopathie ist für das Tier durchaus wirksam und steigert die Abwehrkraft, verhindert jedoch nicht den Befall mit Flöhen oder Zecken. Ähnlich verhält es sich bei unseren eigenen Versuchen mit der Bioresonanz.
  • Ausführlichere Beschreibungen s. unten

Folgende z.T. lebensgefährliche Erkrankungen können durch Zecken übertragen werden:
  • Borreliose
  • Babesiose
  • Anaplasmose
  • Ehrlichiose
  • FSME


Weitere Fachinfos hier: ESCCAP

Hier direkt den Flyer zu Flöhen und Zecken herunterladen: https://money-wave.de/dl/187

Somit ist unser Rat folgender:

Wenn Ihr Tier (Hund oder Katze) weniger als 10 Zecken / Jahr hat, kann es ausreichend sein, diese einzeln mit einer Zeckenzange zu entfernen.
Das Risiko eine durch Zecken übertragbare Erkrankung zu bekommen ist dabei nicht ausgeschlossen, doch relativ gering

Bei allen Tieren, die "empfänglich" für Zecken (und/oder Flöhe) sind, helfen tatsächlich letztlich nur die "guten" verschreibungspflichtigen Medikamente vom Tierarzt
Diese dürfen nur nach einer klinischen Untersuchung des Tieres abgegeben werden.

Die Floh- und Zeckensaison beginnt im Februar und endet, wenn es mehrere Tage hintereinander wirklich Frost mit deutlichen Minusgraden gegeben hat.

Wenn Sie keine Beratung vom Tierarzt wollen, finden Sie hier wirksame Medikamente gegen Flöhe und Zecken für Hunde im Internet:




Advantage


Ein wirksames und "natürliches" Umgebungsspray ist folgendes:

Wenn gar nichts mehr geht und bevor der Kammerjäger kommen muss, hilft nur noch das hier: Der Fogger

Weitere Produkte hier bei Tierarzt 24 oder bei ZooPlus:

Was empfehlen wir in unserer Kleintierpraxis?


Wir empfehlen unseren Kunden je nach Belastung und Tierart, je nach Alter und Haltungsweise bzw. je nach Herkunft und Rasse des Tieres oder ob ein Urlaub in südlichen Ländern geplant ist unterschiedliche Präparate.

Wie oft sollte ich mein Tier entwurmen?

Eine Wurmkur bekämpft nur die Darmpa­rasiten mit denen Ihr Tier derzeit infiziert ist. Eine tägliche Neuinfektion ist möglich.

Um den Wurmbefall möglichst gering zu halten, empfehlen wir folgendes Entwurrmungs-Schema:

Hunde- & Katzenwelpen:

  • 2. / 4. / 6. / 8. / 12. Lebenswoche und dann bis zum 1. Lebensjahr alle 1 - 3 Monate

Hunde & Katzen ab dem 1. Lebensjahr:

  • Stubenkatzen: 1 - 2 mal jährlich
  • Hunde nur an der Leine: 1 - 2 mal jährlich
  • Freigänger: mind. alle 3 Mo., besser mtl.
  • mit kleinen Kindern im Haushalt: monatlich

Zusätzlich sollte einmal im Jahr eine Kot­untersuchung auf besondere Darmpara­siten erfolgen.


Was kann ich gegen Flöhe und Zecken machen?


Wir raten zu einer kontinuierlichen Floh- und Zecken-Be­handlung durch Aufträufeln oder Tabletten von wirksamen Flohmitteln vom Tierarzt auf das Tier. Diese bekämpfen erwach­sene Flöhe, Zecken, Milben und verhindern auch die Vermehrung und Entwicklung der Flöhe in der Wohnung.

Wenn Sie ins wärmere Ausland fahren (Mittelmeer) und Hund oder Katze mitnehmen, empfehlen wir zusätzlich ein "Repellent" (natürlich vom Tierarzt), welches auch Mücken, Fliegen und anderes Ungeziefer fernhält / abschreckt, welche Krankheiten übertragen könnten.

Bei bestehendem Flohbefall sollte auch die Umgebung durch Staubsaugen, Wischen, Waschen und mit Floh-Spray behandelt werden.

Flohmittel wirken 1 bis 3 Monate lang.

NEU: Es gibt jetzt auch eine "Flohspritze" für Hunde, die 12 Monate wirkt!


Lassen Sie sich von uns beraten! (--> Hier ein Blogartikel dazu)
Diese wirkt natürlich auch gegen Zecken und Milben!


Natürliche Mittel gegen Flöhe, Würmer und Zecken

 
Tatsächlich sind ausschließlich die Medikamente vom Tierarzt nachweislich wirksam, geprüft und getestet.

Wir wären selbst froh, wenn wir ihnen etwas anderes anbieten könnten und wir haben bei uns in der Praxis in den letzten 30 Jahren auch schon vieles ausprobiert bzw. von unseren Kunden ausprobieren lassen. 

Das Fazit ist leider immer das selbe:
Wenn ein Hund oder eine Katze von Natur aus nicht "lecker" / "empfänglich" für Flöhe und Zecken ist, hat er/sie auch selten welche. Egal, was sie ihm in den Nacken reiben oder zu Fressen geben. Wenn Tiere empfänglich für Flöhe und Zecken sind, hilft nichts außer den Mitteln vom Tierarzt.

Angeregt durch die Vortragsankündigung zu einem Vortag über angebliche "natürliche Mitterl gegen Flöhe, Zecken und Würmer" habe ich mir wie folgt einige Gedanken zu dem Thema gemacht und hier einmal aufgeschrieben:

1) Schwarzkümmel für Katzen

Schwarzkümmelöl bei Katzen kann schlimme Folgen haben:
Katzen fehlt ein Enzym, welches die im Schwarzkümmelöl enthaltenen Stoffe umfassend abbauen kann. Deswegen gibt es Vergiftungserscheinungen und Leberschäden treten auf.
Egal, ob Sie das Öl über das Futter geben oder ins Fell schmieren.

Schwarzkümmel kann ab dem ersten Tropfen für Ihre Katze tödlich sein.

Anzeichen für eine Schwarzkümmelöl-Vergiftung von Katzen sind Atemwegsprobleme, Schwellungen, Krämpfe, Erbrechen und Durchfall sowie Appetitverlust und Gewichtsabnahme.
Sollte Ihre Katze aus Versehen mit Öl in Berührung gekommen sein, sollten Sie umgehend einen Tierarzt aufsuchen.

Grundsätzlich: Bevor Sie Ihrer Katze irgendwelche Nahrungsergänzungsmittel oder Öle verabreichen, sollten Sie immer zuerst den Tierarzt konsultieren. Ein Tierarzt kann Ihnen basierend auf den spezifischen Bedürfnissen Ihrer Katze die besten Empfehlungen geben. Selbst wenn ein bestimmtes Produkt für Menschen als sicher gilt, bedeutet das nicht unbedingt, dass es auch für Tiere geeignet ist.

2) Ätherische Öle auf die Haut auftragen

Lavendel, Zitronenmelisse, Basilikum, Pfefferminze, Rosengeranie, Rosmarin, Zitronengras Teebaumöl, Citronella, Anis, Eucalyptus, Neem etc.

Der Geruchssinn von Hunden ist extrem gut entwickelt und übertrifft den menschlichen Geruchssinn bei weitem. Hunde haben etwa 220 Millionen Riechzellen in ihren Nasen, im Vergleich zu etwa 5 Millionen beim Menschen. Darüber hinaus haben Hunde eine Riechschleimhaut, die viel größer ist als die des Menschen.

Die olfaktorische Fähigkeit von Hunden ermöglicht es ihnen, eine Vielzahl von Gerüchen zu erkennen, sie zu verfolgen und zu unterscheiden. Hunde können nicht nur bestimmte Gerüche identifizieren, sondern auch die Richtung, Entfernung und sogar den Verlauf eines Duftes verfolgen. Diese Fähigkeiten machen Hunde in verschiedenen Bereichen nützlich, wie beispielsweise bei der Suche und Rettung, Drogenerkennung, Sprengstoffaufspürung und in der Jagd.

Es wird geschätzt, dass der Geruchssinn von Hunden bis zu 10.000-mal empfindlicher ist als der des Menschen. Dies macht Hunde zu äußerst effektiven und zuverlässigen Helfern in vielen Aufgaben, die auf ihrem ausgeprägten Geruchssinn basieren.

Jetzt überlegen Sie einmal, was Sie dem Hund antun, wenn sie ihm diese stark riechende ätherische Öle ins Fell reiben. Das grenzt an Tierquälerei!

Teebaumöl für Katzen giftig --> Tierpunkt-Blogartikel

3) Kokosöl / Kokosflocken

Beim direkten besprühen mit Kokosöl auf Flöhe oder Zecken verkleben deren Atemöffnungen und die Tiere sterben. Für die Umgebungsbehandlung ist Kokosöl also durchaus geeignet zur Floh- und Zeckenbekämpfung (--> FLEE)

Bei der Anwendung auf dem Tier kann (hochwertiges und reines) Kokosöl in geringen Mengen positiv sein, da es bei Hautreizungen und Entzündungen beruhigend wirkt.
Eine großflächige Anwendung am Tier führt zur Verstopfung der Poren und hat damit eher einen negativen Einfluss auf die Hautgesundheit.
Eine ausreichende vorbeugende Wirkung gegen Flöhe und Zecken bietet es in keinem Fall.

Wir haben immer wieder junge Welpen in der Praxis, die als "geimpft und gegen Würmer behandelt" verkauft werden, dann aber mit starkem (sogar sichtbarem) Wurmbefall oder Giardiose zu uns kommen. Auf nachfrage hat der Züchter dann "Kokosflocken" als Wurmprophylaxe genutzt. Das grenzt schon an Betrug, denn es ist keine tiermedizinische Entwurmung und offensichtlich nicht wirksam.

4) Bernsteinketten 

Die sind ein hübsches modisches Accessoir, mehr jedoch nicht.
Weiterer Artikel zu diesem Thema bei ESCCAP: Hier klicken

5) Zistrose

Cistus ist eine durchaus gesundheitsfördernde Heilpflanze und wirkt in der richtigen Dosierung unter das Futter gemischt steigernd auf die Abwehrkräfte von Hunden und Katzen. Das ist dem Floh und der Zecke jedoch egal. Die lassen sich nicht davon abschrecken.

6) Homöopathie / Bachblüten / Schüsslersalze

Wir setzen Homöopathie / Homotoxikologie und Ähnliches gerne und erfolgreich in unserer Praxis ein. Sie wirkt alleine oder in Kombination mit anderen Medikamenten regulierend, selbstheilungsfördernd und bringt die Tiere wieder ins Gleichgewicht.

Auf Flöhe und Zecken hat dieses jedoch keine abschreckende Wirkung.

7) Bioresonanz

Ähnlich verhält es sich mit der von uns so gerne und erfolgreich eingesetzten Bioresonanz.
Diese wirkt hervorragend bei Allergien und vielen anderen Erkrankungen.
Eine abschreckenden Einfluss auf Floh- oder Zeckenbefall bzw. Wurmbefall konnten wir in vielen eigenen Versuchen jedoch leider nicht bemerken.


Gerade jedoch bei der Bioresonanz gibt es Kolleginnen und Kollegen, die gute Erfolge damit haben.
Für eine eigene Erfahrungsstudie suchen wir noch Teilnehmer - Hunde oder Katzen.
Wenn Sie das mit uns zusammen ausprobieren möchten, melden Sie sich bitte bei uns.
Hier der Artikel vom verletzen Jahr dazu: https://tierarzt-gusborn.blogspot.com/2022/07/test-tiere-gesucht-fur-neuen.html

8) Pyrethrum

Das einzige wirksame pflanzliche Mittel bei Hunden gegen Flöhe und Zecken ist Chrysanthemen Extrakt. (Pyrethrum / Pyrethroide)
Dieses muss jedoch wegen der sich schnell verflüchtigenden Wirkung täglich aufgesprüht werden um auf Flöhe und Zecken abschreckend zu wirken. Dadurch wird bei langfristiger Anwendung die Leber stark belastet.

Um die Wirkungsdauer zu verbessern wurde das Molekül verändert.
Und genau das sind die modernen Floh- und Zeckenmittel für Hunde auf Basis von Pyrethroiden.
Diese sind für die Daueranwendung entwickelt und getestet und haben deswegen eine deutlich geringere Leberbelastung als tägliches Einsprühen mit dem Naturprodukt.

Katzen sind wegen der verminderten Aktivität ihrer Glucuronyltransferase besonders empfindlich gegenüber Pyrethroiden und dürfen deshalb auf keinen Fall mit pyrethroidhaltigen Spot-on Präparaten behandelt werden.

Pyrethrum und Pyrethroide führen bei Katzen zu lebensbedrohlichen Vergiftungen!

9) Puder oder Waschen der Tiere oder Absammeln der Flöhe und Zecken

Erstens gibt es keine wirklich wirksamen pulverförmigen Medikamente gegen Flöhe und Zecken und zweitens verteilen Sie das Pulver in der ganzen Umgebung, der Wohnungsluft und atmen dieses dann auch selbst ein.

Ähnlich verhält es sich mit Waschungen. Nur 5% der Flohpopulation lebt auf dem Hund oder der Katze. Durch Waschen erhalten sie saubere Flöhe und der eine oder andere ertrinkt vielleicht; das war´s dann auch schon.

Wenn Sie Flöhe auskämmen und einen fangen, kommen 100 neue Flöhe zur Beerdigung! Flohkämme sind nur wichtig zur Diagnose, ob überhaut Flöhe da sind, helfen aber nicht bei der Bekämpfung.
Zeckenzangen sind gut, kommen aber eigentlich zu spät, da der Biss schon stattgefunden hat und ggf. die Übertragung von Erregern auch.

10) Warum Wurmkur?

Eine regelmäßige Entwurmung von Hunden und Katzen ist zum einen natürlich gut für das Tier, zum anderen und vor allem aber als Gesundheitsvorsorge für uns Menschen wichtig.
Werden Wurmeier von Hunden und Katzen durch uns Menschen aufgenommen, sitzen diese bei uns NICHT im Darm. 

Wir sind nur der Zwischenwirt für die Entwicklung der Würmer. Diese als Zoonose (von Tier auf Mensch übertragbare Erkrankung) kann zu lebensbedrohlichen Zuständen führen.
Besonders in Haushalten mit kleinen Kindern sollte eine regelmäßige Entwurmung von Hunden und Katzen stattfinden.

Beispiel Toxokarose - Die Larven beginnen im Menschen eine Wanderung vom Darm durch verschiedene Organe – ernsthafte Schäden an Nervenbahnen, Augen und/oder dem Gehirn sind dann die möglichen Folgen eines Spulwurmbefalls.

Beispiel Echinokokkus (Fuchsbandwurm):



Wurmkuren sind eher "Menschenschutz" als "Tierschutz". Der Hund kann tatsächlich mit einer gewissen sog. "Wurmlast" gut leben. Doch durch die enge Beziehung zum Menschen in der heutigen Zeit kommt es vermehrt zu Infektionen von Herrchen und Frauchen oder besonders Kindern, welche dann als "Fehlwirt" schwere Krankheiten entwickeln können.
Bei Katzen gilt das besonders für den Bandwurm.

Rohe Wurzeln oder andere faserhaltige Nahrungsmittel sind zwar gut für die Verdauung von Hund und Katze, helfen aber nicht gegen Würmer. Diese beißen sich in der Darmschleimhaut fest und es interessiert sie nicht, wie der Nahrungsbrei zusammengesetzt ist.
Nur, wenn so viele Würmer im Darm sind, dass nicht alle einen Platz zum festbeißen finden, dann können gelegentlich Würmer im Kot gefunden werden.

Ansonsten werden nur Eier ausgeschieden, die man nur im Mikroskop nach spezieller Aufbereitung findet.

Bandwurmglieder kann man hingegen im Fell von Katzen ab und an finden. Das sind Abgeschnürte Eipakete, die aktiv aus dem Anus herausklettern, dann eintrocknen und tatsächlich gefährlich für den Menschen sind (s. Bild oben).

Übrigens - eine Wurmkur ist gegen Würmer und lässt das übrige Mikrobiom in Ruhe. Sie zerstört keine Darmflora und führt zu keiner Dysbiose.

11) Kot einsenden - Wurmtest

Das Einsenden von Kotproben bzw. die Kotuntersuchung durch den Haustierarzt ist durchaus sinnvoll, um einen hochgradigen akuten Wurmbefall zu bestätigen.
Ein negativer Test hat jedoch keinerlei medizinische Aussage. Dieser besagt nur, dass in dem kleinen bisschen Kot, welches gerade untersucht wurde keine Wurmeier gefunden wurden. Da Wurmeier jedoch nicht regelmäßig ausgeschieden werden, ist nur ein positiver Wurmtest ein aussagekräftiges Ergebnis.

Übrigens kostet eine wirksame Wurmkur beim Tierarzt (jedenfalls bei uns) für eine Katze bis 8 kg oder einen Hund bis 25 kg bei uns nur ca.  3,- €uro.

Und noch eine wichtige Bemerkung zu Würmern und Kot. Sie sehen auch bei einem Wurmbefall normalerweise keine Würmer im Kot. Man kann höchstens auf Eier untersuchen und das geht nur nach einer speziellen Aufbereitung und mit einem Mikroskop im Labor.
Sollten Sie Würmer im Kot oder im Erbrochenen finden, dann ist ihr Tier soooo voll Parasiten, dass diese sich nicht mehr an der Darmschleimhaut festbeißen können und ausgeschieden werden.
Übrigens, die kleinen weißen und reiskornförmigen Teile bei der Katze im Fell oder auf der Katzendecke sind keine Wurmeier, sondern komplette Bandwurmabschnitte

12) Gefahr durch Flöhe und Zecken

Flöhe und Zecken bei Hunden und Katzen führen nicht nur zu Hautproblemen und Juckreiz. Die eigentliche Gefahr besteht in den übertragbaren Krankheiten, die durch Flöhe und Zecken in den Hund gelangen.
Das sind u.a. die Babesiose (hier im Landkreis Lüchow-Dannenberg schon nachgewiesen!), Ehrlichiose, Anaplasmose, Borreliose, Leishmaniose, Dirofilariose, andere Filarien-Infektionen und die Bartonellose

13) Wildtiere haben doch auch Würmer und Flöhe

Ja, Wildtiere sind natürlich voll von Milben, Läusen, Flöhen, Zecken, Würmern und allen anderen Parasiten. Das mag vielleicht natürlich sein, doch gesund oder "glücklich" sind die sicherlich auch nicht damit. Zum Glück leben diese Tiere aber nicht so eng beieinander, sodass die Ansteckung und Konzentration nicht so hoch ist wie auf der Hundewiese in der Stadt. 

Zudem leben diese Tiere auch nicht in unseren Wohnungen und können uns Menschen anstecken und wir als Tierbesitzer haben auch keine direkte Verantwortung für Wildtiere in diesem Bereich. Für unsere eigenen Haustiere jedoch schon.
Eine regelmäßige Floh-, Zecken- und Wurmbehandlung mit wirksamen Medikamenten vom Tierarzt ist Tierschutz und Menschenschutz.

14) Mittel aus dem Internet

Es gibt tatsächlich ein oder zwei gute, verträgliche und wirksame Mittel besonders für Hunde im Internet frei zu kaufen (z.B. über DocMorrisScalibor oder Seresto) --> KEINE Flohhalsbänder für Katzen mit Freigang!!!

Aber ACHTUNG! 
Gerade bei Scalibor und Seresto gibt es Fläschungen im Internet. Entweder sind es Produkte, die ähnlich aussehen, aber nicht die wirksamen Wirkstoffe enthalten, oder es sind tatsächlich nachgemachte gefälschte Produkte.
Wie können Sie das verhindern, dass Sie auf Fälschungen hereinfallen?
--> Bestellen Sie Ihre Produkte direkt bei ihrem Tierarzt des Vertrauens, auf DocMorris oder alles andere auf Tierarzt24.

Doch der Rest ist raus geschmissenes Geld.

Alles im Zoofachhandel, oder aus sonstigen nicht tierärztlichen Quellen wirkt einfach nicht. Ganz besonders alle Mittel mit dem ehemals guten Wirkstoff "Fipronil" so wie das Medikament, das mit "Front" anfängt und mit "line" aufhört, hat kaum noch Wirkung gegen Flöhe - das sagt ihnen nur kein Apotheker, die das Zeug verkaufen wie geschnitten Brot.... 
Davon gibt es jetzt viele "Generika" = nachgemachte Präparate, weil das Patent auf den Wirkstoff abgelaufen ist. doch was solls, wenn schon das "Original" nicht mehr wirksam ist, hilft auf das günstige Präparat vom Billiganbieter nicht besser!

Wirksame Floh- Zecken-, Milben- und Wurmmittel sind aufgrund ihrer guten Wirksamkeit verschreibungspflichtig und nicht frei verkäuflich. 
Der Tierarzt vor Ort beurteilt die Gefährdungslage, die Gegebenheiten, den Gesundheitszustand des Tiere und die Applikationsform und findet das individuell passende Medikament für jedes in der Tierarztpraxis vorgestellte Tier.

Weitere Artikel & Quellen zu dem Thema Parasitenbekämpfung bei Hunden und Katzen:

Donnerstag, 18. April 2024

Warum wir nicht mehr jedes Tier gegen Tollwut impfen ...


NEU! Aufgrund einer Tollwutnachweises bei einer Fledermaus in Lüchow-Dannenberg empfehlen wir jetzt doch wieder die regelmäßige Tollwutimpfung! (s. Blogartikel)

Warum wir nicht mehr jedes Tier gegen Tollwut impfen ...


Ich kann mich auch noch an die roten Schilder unter den Ortsschildern erinnern mit "Tollwut gefährdeter Bezirk", doch das ist lange her. Dank der oralen Impfköder besonders für Füchse, die in den 80er Jahren ausgelegt wurden, hat sich vieles geändert.
Seit 2006 ist Tollwut bei Wildtieren und Haustieren in Deutschland nicht mehr aufgetreten.

Jede Impfung, so gut sie auch getestet und verträglich ist, bedeutet eine Belastung für das Tier.
Grundsätzlich gilt in unserer Praxis: "So viel wie nötig und so wenig wie möglich!"
Deswegen gehört die Tollwut-Impfung nicht mehr in unser Standart-Repertoire.

  • Wenn Sie mit dem Hund oder der Katze ins Ausland wollen, also über die Grenze fahren und wieder zurück nach Deutschland wollen, ist eine Tollwutimpfung nach wie vor Pflicht.
  • Wenn Sie sicherheitshalber weiterhin eine Tollwutimpfung für Ihr(e) Tier(e) wollen, ist das überhaupt kein Problem, dann impfen wir natürlich auch gegen Tollwut.
  • Wenn sich die Gefährdungslage in Deutschland hinsichtlich der Verbreitung von terrestrischen Tollwut ändert, ist mit einer Impfung nach 4 Wochen der Impfschutz wieder da.
  • Wenn sich die Einschätzung der für uns ausschlaggebenden Kommission (Ständige Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet) am Friedrich-Loeffler-Institut) ändert, ändern wir natürlich dementsprechend auch unsere Standart-Impf-Empfehlung.

Doch zur Zeit besteht eben keine grundsätzliche Impfempfehlung mehr für Tollwut innerhalb Deutschlands. 

Letztlich ist es Ihre Entscheidung, ob Ihr Tier (Hund oder Katze) weiterhin gegen Tollwut mit geimpft werden soll oder nicht, bzw. ob Sie mit dem Tier außerhalb von Deutschland in den Urlaub fahren wollen.

Tollwut

"Eine Impfung gegen Tollwut gilt nur noch als Non-Core-Vakzinierung, da die terrestrische Tollwut in Deutschland getilgt ist. Aufgrund der Tollwutfreiheit ist die flächendeckende Impfung von Hunden nicht mehr erforderlich. Auch für Jagd- und Arbeitshunde besteht kein erhöhtes Risiko mehr, mit einem tollwütigen oder seuchenverdächtigen Tier in Kontakt zu kommen. Allerdings sieht die nationale Tollwutverordnung zum Schutz von Menschen und Tieren bislang unverändert massive, behördliche Maßnahmen für den theoretisch möglichen Fall vor, dass ein nicht gegen Tollwut geimpfter Hund mit einem tollwütigen oder seuchenverdächtigen Tier in Kontakt kommt. Geimpfte Hunde dürfen in diesem Fall dagegen unter behördlicher Beobachtung zu Hause gehalten werden. Eine Impfung entsprechend der Herstellerangaben ab einem Lebensalter von 12 Wochen ist für diese Besserstellung gemäß Tollwutverordnung ausreichend. Die Impfung nach Herstellerangaben ist auch für Hunde erforderlich, die innergemeinschaftlich verbracht werden oder die ihre Besitzer auf grenzüberschreitenden Reisen begleiten sollen. Für Reisen in bestimmte Länder außerhalb der Europäischen Union wird darüber hinaus der Nachweis eines Antikörpertiters von ≥ 0,5 IE/ ml gefordert. Eine Grundimmunisierung bestehend aus drei Impfungen im Alter von 12 und 16 Wochen sowie 15 Lebensmonaten erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die Tiere einen derartigen Antikörpertiter erreichen. Ein derartiges Impfschema dient nur dazu den erforderlichen Antikörpertiter zu erreichen. Es geht über die Anforderungen der Tollwutverordnung hinaus."

Faktenlage zur Tollwut in Deutschland:

  • 2001 war ein Marder der letzte Tollwutfall in Deutschland. 
  • 1990 der letzte Mensch in Deutschland durch einen Tierbiß (Fuchs) an Tollwut verstorben.
  • 2007 der letzte Mensch in D an Tollwut erkrankt durch Hundebiss in Marokko.
  • Keine akute Tollwut-Gefahr für Mensch und Hund (und Katze) in Deutschland.
  • In Fledermäusen ist die aviäre Tollwut durchaus noch verbreitet nachweisbar, eine Ansteckung durch Fledermäuse jedoch höchst unwahrscheinlich.
  • In den letzten Jahrzehnten gab es insgesamt 5 Tollwutfälle bei Säugetieren in ganz Europa durch das Fledermaus-Tollwutvirus.
  • Tollwut gehört laut Stiko Vet seit 2021 nicht mehr zu den sog. "Core-Impfungen" in Deutschland für Hunde und Katzen

Tollwutgefahr besteht weiterhin:

  • Bei Kontakt mit Fledermäusen auch in Deutschland

Unser momentanes Impfschema:


Als Grundimmunisierung der Welpen gelten alle Impfungen in den ersten beiden Lebensjahren. Folgende Impfungen werden für das entsprechende Lebensalter empfohlen:

8.       Lebenswoche: Parvovirose, Staupe, Leptospirose (Bei uns nur in Zuchten)
12.     Lebenswoche: Parvovirose, Staupe, Leptospirose [+Parainfluenca & HCC im Kombiimpfstoff]
16.     Lebenswoche: Parvovirose, Staupe (+Tollwut bei Auslandsreisen) 
[+Parainfluenca & HCC im Kombiimpfstoff]
15.     Lebensmonat: Parvovirose, Staupe, Leptospirose 
[+Parainfluenca & HCC im Kombiimpfstoff]

Wiederholungsimpfungen je nach Stiko-Empfehlungen, Herstellerangaben, Infektionsdruck, Verfügbarkeit der Impfstoffe, Besitzerwünsche oder Auslandsreisen

  • Leptospirose: zwingend jährlich
  • Staupe: alle 2 - 3 Jahre - hier bei uns machen wir das auch jährlich wegen der aktuellen Seuchenlage
  • Tollwut: entweder gar nicht oder alle 2 - 3 Jahre bei Auslandsreisen
  • Borreliose: nur auf ausdrücklichen Wunsch
  • Leishmaniose: wenn Sie in den Urlaub in Südliche Länder fahren wollen
  • Herpesviren: nur nach Bedarf und Wunsch
  • Dermatophyten: nur nach Bedarf und Wunsch


Zusätzlich, der Vollständigkeitshalber, empfehlen wir dringend eine ganzjährige Prophylaxe gegen Flöhe / Zecken und Milben vorzunehmen und je nach Gegebenheiten etwa alle 3 Monate eine Wurmkur.

Weitere Links zum Thema Tollwut:

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