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Montag, 10. Februar 2025

Ohrenentzündungen beim Hund - wie kann man Vorbeugen?


Ohrenentzündungen beim Hund - wie kann man Vorbeugen?

Jede Woche steht mindestens ein Hund mit einer Ohrenentzündung in der Praxis.
Da gibt es immer viel zu erklären und zu erzählen.
Unter anderem, damit das alles später auch noch einmal in Ruhe nachgelesen werden kann, schreibe ich diesen Übersichtsartikel zur Otitis beim Hund.

Besonderer Augenmerk ist dabei:

1. Was können Sie machen, damit es gar nicht erst so weit kommt
2. Was müssen Sie bedenken, wenn der Hund schon einmal eine Otitis gehabt hat

So eine Ohrenentzündung ist ein "multifaktorielles" Geschehen, d.h. es hat viele verschiedene Ursachen, wovon mal der eine Faktor im Vordergrund steht und mal der andere.

gesundes Ohr

stark entzündetes Ohr (schematische Bilder von Dechra)

Auslösende oder verschlimmernde, bzw. unterhaltende Faktoren sind u.a.:

  • Züchtung / Rasse (lange Schlappohren!)
  • Neigung zur Allergie / Atopie (--> Bioresonanz)
  • Viele Haare im Gehörgang
  • Vermehrte Cerumenbildung
  • Ohrmilben
  • Keime / Pilze (immer sekundäre Ursache)
    • Biofilm durch bestimmte Erreger können die Behandlung erheblich erschweren
  • Haltung / Verhalten / Pflege / Stress / Wasser (vermehrtes Baden)
  • Anatomische Veränderungen durch mehrfache Entzündungen wie Wucherungen und/oder Zubildungen

Ohrmilben unter dem Mikroskop

Was können Sie machen, damit es gar nicht erst so weit kommt


Pilze im Ohr unter dem Mikroskop

  1. Wählen Sie eine Rasse und eine Zuchtlinie, die keine genetische Prädisposition (Veranlagung) für Ohrenentzündungen hat:
    1. langen hängende Ohren
    2. sonstige Knorpeldeformationen (alle kurznasigen Rassen)
    3. Neigung zu Allergien
  2. Lassen Sie die Haare im Gehörgang so tief wie möglich fachmännisch vom Hundefrisör entfernen, oder machen Sie das selbst. Hilfreiche Mittel dabei sind z.B. Bio-Groom oder dieses Puder
  3. Kontrollieren Sie regelmäßig die Ohren und gehen sie rechtzeitig zum Tierarzt
  4. Bei prädisponierten Rassen und/oder wenn Sie verstärkte Ohrenschmalzbildung bemerken, reinigen Sie die Ohren regelmäßig mit speziellen Mitteln
  5. Führen Sie regelmäßige Antiparasitenbehandlungen durch, die auch Milben mit umfasst
  6. Finden Sie heraus, worauf Ihr Hund ggf. allergisch reagiert und füttern Sie dieses Futter nicht oder füttern Sie antiallergisches Futter (z.B. Anallergenic)
  7. Trainieren Sie ihr Tier, sich vom Tierarzt in die Ohren schauen zu lassen, das macht es bei der Untersuchung später allen leichter (Medical-Training)


Video von Dechra von dieser Seite: https://www.ohrentzündung-hund.de/

Weitere gute Videos für Sie als Tierhalter gibt es hier: https://www.xn--ohrentzndung-hund-82b.de/video-home

Was können Sie machen, wenn die Ohrenentzündung da ist



  1. Ohren mit speziellem Ohrreiniger reinigen
  2. Je nach Entzündungsgrad, Schmerzen, Geruch oder Allgemeinbefinden zum Tierarzt gehen
    • Eine schmerzhafte akute Ohrenentzündung ist ein NOTFALL
  3. Untersuchen lassen, ob es sich um Keime / Pilze / Parasiten oder Allergie handelt
  4. Optische Kontrolle der Schwere der Entzündung oder ob Fremdkörper im Ohr sind
  5. Mit gezielten Medikamenten vom Tierarzt behandeln lassen. Entweder Einmal-Gabe, oder zwei Gaben im Abstand von 7 Tagen oder tägliche Gabe von Ohrentropfen
  6. Nachkontrolle auf Behandlungserfolg durch Tierarzt
  7. Regelmäßige Kontrollen, regelmäßige Reinigung, regelmäßige Parasitenbehandlung und vor allem die Allergietherapie



Was müssen Sie bedenken, wenn der Hund schon einmal eine Otitis gehabt hat


Ohrenentzündungen neigen stark dazu, chronisch zu werden bzw. nach kurzer Zeit wieder zu kommen. 
Dieses sollte durch verschiedene Maßnahmen möglichst vermieden werden:
  1. Findung und Bekämpfung der Hauptursache
    1. Allergiebehandlung / Futterumstellung (z.B. Bioresonanz) (s. Blogartikel Allergie hier)
    2. Parasitenbehandlung (s. Blogartikel hier)
  2. Die Begleitumstände sollten verbessert werden wie das Zupfen der Haare
  3. Der überschüssige Ohrenschmalz sollte regelmäßig entfernt werden (spezielle Ohrreinigungsmittel) (s. Blogartikel hier) [30 - 60 Sekunden einmassieren!]
  4. Die Ohren sollten regelmäßig von Ihnen kontrolliert werden (s. Blogartikel "Medical Training), um rechtzeitig ein Wiederaufflammen der Entzündung zu erkennen und um diese dann schnell zu behandeln (s. Blogartikel hier)
  5. Evtl. dauerhafte Anwendung von entzündungshemmenden Medikamenten am Ohr und / oder Allergiebehandlung mit Tabletten / Futterumstellung / Bioresonanz
  6. Auch eine intensive Ohrspülung unter Vollnarkose ist möglich und eine Maßnahme, die VOR einer OP angedacht werden sollte
  7. Wenn alles nichts hilft und alle paar Wochen die Ohren entzündet sind, oder die Haut verdickt ist, Polypen sich gebildet haben und praktisch keine Behandlung mehr möglich ist, muss an eine OP gedacht werden.

Trotz all dieser Maßnahmen, wird es oft nicht ausbleiben, dass trotzdem wieder eine akute Ohrenentzündung entsteht. 
Dieses kann von der Witterung (feucht warmes Wetter) oder den Umständen (Baden in brackigem Wasser) oder anderen Ursachen (s.o.) begünstigt werden.
Mit allen aufgelisteten Maßnahmen kann jedoch die Heftigkeit und die Häufigkeit der Otitis deutlich verringert werden.


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Samstag, 28. Dezember 2024

Ohrenzwang vorbeugen und jetzt bald noch besser erkennen


Ohrenzwang vorbeugen und jetzt bald noch besser erkennen


Gesunde Ohren bei Hunden und Katzen: Tipps zur Vorbeugung

Die Ohren unserer vierbeinigen Freunde sind empfindlich und benötigen regelmäßige Aufmerksamkeit, um gesund zu bleiben. 
Egal ob Hund oder Katze, Ohrenprobleme wie Entzündungen, Parasitenbefall oder übermäßige Verschmutzung können nicht nur schmerzhaft sein, sondern auch zu ernsteren gesundheitlichen Problemen führen. 
Mit ein paar einfachen Maßnahmen kannst du die Ohren deines Haustiers gesund halten und Problemen vorbeugen.

1. Regelmäßige Kontrolle der Ohren

Ein kurzer Blick in die Ohren deines Hundes oder deiner Katze sollte Teil der wöchentlichen Routine sein. 

Dabei gilt: 
  • Gesunde Ohren: Sie sind sauber, riechen neutral und haben eine blassrosa Farbe.
  • Auffälligkeiten: Rötungen, starker Geruch, brauner oder gelber Ausfluss oder vermehrtes Kratzen können auf ein Problem hinweisen.

Tipp: Eine Taschenlampe kann helfen, das Innere vom Ohr besser zu betrachten. 
Achte darauf, dabei vorsichtig zu sein, um das Tier nicht zu verschrecken.

2. Sanfte Reinigung der Ohren

Eine regelmäßige, aber sanfte Reinigung verhindert, dass Schmutz oder Ohrenschmalz sich ansammeln.

So geht's: 
  • Verwende ein speziell für Tiere entwickeltes Ohrenreinigungsmittel.
  • Trage das Reinigungsmittel auf ein Wattepad auf.
  • Reinige nur den äußeren Gehörgang und die Ohrmuschel.

Vorsicht: Wenn dein Haustier sichtbare Schmerzen zeigt oder die Ohren stark verschmutzt sind, suche lieber einen Tierarzt auf, anstatt selbst zu reinigen.

3. Parasitenbefall vorbeugen

Ohrmilben sind vor allem bei Katzen ein häufiges Problem, können aber auch Hunde betreffen. 
Um Befall vorzubeugen: Verwende regelmäßig antiparasitäre Präparate, die Milben, Flöhe und Zecken fernhalten. Wirksame Medikamente gibt es NUR beim Tierarzt.
Achte darauf, dass dein Tier nicht ständig Kontakt mit anderen Tieren hat, die möglicherweise befallen sind.

4. Fellpflege im Ohrbereich

Vor allem Hunde mit langen oder buschigen Ohren, wie Cocker Spaniels oder Pudel, benötigen zusätzliche Pflege: Halte das Fell rund um die Ohren kurz, damit Luft zirkulieren kann.
Achte darauf, dass keine Haare in den Gehörgang wachsen, da dies die Belüftung einschränken und Infektionen begünstigen kann. Haare zupfen, nicht schneiden oder rasieren. Es gibt ein spezielles Puder, welches das Zupfen der Haare einfacher und deutlich schmerzloser macht.

Tipp: Lass die Fellpflege im Zweifel von einem Hundefriseur oder Tierarzt durchführen.

5. Ernährung und allgemeine Gesundheit

Die Gesundheit der Ohren hängt auch von der allgemeinen Verfassung deines Tieres ab. 
Eine ausgewogene Ernährung stärkt das Immunsystem und kann dazu beitragen, Entzündungen vorzubeugen. 
Füttere hochwertige, artgerechte Nahrung.
Achte auf ausreichend Omega-3-Fettsäuren, die entzündungshemmend wirken.

6. Regelmäßige Tierarztbesuche

Auch wenn dein Haustier gesund wirkt, solltest du regelmäßig einen Tierarztbesuch einplanen. Der Tierarzt kann die Ohren professionell überprüfen und frühzeitig mögliche Probleme erkennen.


Und hier kommt jetzt unser neues Gerät zum Einsatz!
Es ist ein Hochleistungs-Otoskop mit eingebauter Kamera. 

Es kann sofort am Bildschirm gesehen werden, wie es "innen" aussieht. Das Ohr kann gereinigt oder gespült werden, Fremdkörper können mit speziellen passenden Instrumenten entfernt werden, Entzündungen können erkannt werden und Proben können genommen werden.

Je nach Kooperation des Tieres kann das "einfach so" gemacht werden, mit sog. Zwangsmaßnahmen, in kurzeitiger Beruhigung, in Sedierung oder in Vollnarkose.

Auch für Nasen und andere Körperöffnungen kann dieses Gerät natürlich auch genutzt werden, wobei die Ohrenprobleme bei weitem am häufigsten vorkommen.

Fazit:

Mit ein wenig Aufmerksamkeit und Pflege kannst du viel dazu beitragen, dass die Ohren deines Hundes oder deiner Katze gesund bleiben. 
Regelmäßige Kontrollen, sanfte Reinigung und eine gute allgemeine Pflege sind der Schlüssel zur Vorbeugung. 
Sollte doch einmal ein Problem auftreten, zögere nicht, den Rat eines Tierarztes einzuholen – denn gesunde Ohren sind wichtig für das Wohlbefinden deines Lieblings!

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