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Dienstag, 14. Juli 2026

Schutz vor Fälschungen bei Tierarzneimitteln


Schutz vor Fälschungen bei Tierarzneimitteln


Als marktführendes Halsband gegen Flöhe und Zecken genießt Seresto® das Vertrauen von Millionen Tierhaltern weltweit – um diesen Schutz und die Sicherheit Ihrer Patienten vor gefährlichen Imitaten zweifelsfrei zu gewährleisten, führt Elanco neue, branchenweit wegweisende Sicherheitsmerkmale ein.

Schutz vor Fälschungen


Leider führt die Popularität von Seresto® dazu, dass vermehrt Fälschungen in Umlauf gebracht werden. 
Diese Imitate stellen ein ernsthaftes Risiko dar: Sie enthalten oft minderwertige oder gar schädliche Inhaltsstoffe und bieten keinen zuverlässigen Schutz für das Tier.

Die drei neuen Sicherheitsmerkmale im Überblick


Elanco setzt neue Maßstäbe in der Fälschungssicherheit.
Ab sofort erkennen Sie das Original an diesen drei Merkmalen:

Trustseal®-Sticker:
Dieser Sticker auf der Packungsseite zeigt beim Neigen im Licht bewegliche Elemente. Zudem verfügt jedes Trustseal® über einen einzigartigen QR-Code, der direkt zur Verifizierungsseite von Seresto® führt, um die Echtheit des Halsbandes zu bestätigen.

Sicherheits-Nanogramm:
Auf der Außenseite des Siegels befindet sich ein Nanogramm mit speziellen optischen Merkmalen, die beim Kippen im Licht sichtbar werden.

Geprägtes Logo:
Ein Seresto®-Logo ist nun direkt in das Halsband eingeprägt. Diese physische Kennzeichnung erhöht die Hürden für Fälscher massiv.

Schutz für bis zu 8 Monate


Diese Maßnahmen unterstützen Sie dabei, den gewohnten Schutz für Ihre Patienten sicherzustellen.
Nur das Original garantiert die geprüfte Wirksamkeit, auf die Sie und Ihre Kunden sich verlassen können: Seresto® bietet bis zu 8 Monate Schutz vor Flöhen und Zecken und reduziert zudem das Risiko einer Infektion mit Leishmania infantum durch Sandmücken über denselben Zeitraum.

Vertrauenswürdige Webseite für die Bestellung: MedPets



... oder Sie bestellen gleich über den Tierarzt Ihres Vertrauens: DocGoy!

Dienstag, 7. Juli 2026

Bravecto-Spritze - Seit 2 Jahren erfolgreich im Einsatz


Bravecto-Spritze - Seit 2 Jahren erfolgreich bei uns im Einsatz


Obwohl wir endlich einmal wieder einen "richtigen" Winter hatten, hatten wir, sobald es wieder über 5 °C wurde, die ersten Zecken auf unseren Tieren gefunden.

Der Peak der Wiesenzeckenverbreitung ist im Frühjahr (wegen des Klimawandels eben immer früher im Frühjahr) und im Herbst (wegen des Klimawandels auch bis in den Winter hinein).
Aber im Hochsommer und bei Hitze hat besonders der Holzbock auch keine Probleme sich seine Opfer zu suchen!


Beugen Sie dem bitte rechtzeitig durch entsprechende Medikamente zur Floh- und Zeckenprophylaxe vor.

Die meisten guten Präparate wirken dann auch noch gegen Milben, egal, ob als SpotOn, Tablette oder Injektion.


Die Durchschnittstemperaturen steigen und somit auch die Zeckenaktivität und die von Zecken übertragenden Infektionen.


Ein ganzjähriger Schutz gegen Zecken und Flöhe ist wichtig!


Mit BRAVECTO® gewährleisten Sie einen dauerhaften und lückenlosen Zeckenschutz!


BRAVECTO® Injectable von MSD Animal Health bietet Hunden ab 6 Monaten einen effektiven Zecken- und Flohschutz für die Dauer von 12 Monaten durch eine einzige Injektion. 
Es ist eine moderne, tierärztlich verabreichte Lösung zur systemischen Bekämpfung von Parasiten.



Wichtige Details zu Bravecto 12-Monate-Injektion:
  • Wirkung: Bietet 12 Monate Schutz gegen Flöhe (Ctenocephalides felis/canis) und verschiedene Zeckenarten (Ixodes ricinus, I. hexagonus, Dermacentor reticulatus).
  • Anwendung: Einmalige Injektion durch den Tierarzt.
  • Zielgruppe: Hunde ab einem Alter von 6 Monaten.
  • Wirkstoff: Fluralaner.
  • Wirkbeginn nach der Injektion: Sofortige und anhaltende Wirkung gegen Flöhe; ab Tag 3 - 4 
  • Abtötung der Zecken: schneller als 12 Stunden nach dem Biss d.h. vor der möglichen Erregerübertragung (s.u.)
  • Hinweis: Es ist zu unterscheiden von den bekannten Bravecto-Kautabletten oder Spot-ons, die in der Regel einen Schutz für 12 Wochen bieten. Wie bei jedem Arzneimittel können Nebenwirkungen auftreten, und die Entscheidung zur Anwendung sollte in Absprache mit einem Tierarzt getroffen werden.

Wichtig ist, dass die Wirkgeschwindigkeit schneller ist als die Übertragungszeit der schweren Infektionskrankheiten durch den Zeckenbiss. 
Der früheste Zeitpunkt ist etwa 16 Stunden nach dem Biss und bis dahin hat das Medikament schon seine Wirkung getan und die Zecke ist tot und überträgt keine Babesien oder Borrelien mehr.

Die Babesiose ist eine der wichtigsten zeckenübertragenen Erkrankungen beim Hund.
Die Überträgerzecke Dermacentor reticulatus (Auwaldzecke) breitet sich immer weiter in Deutschland aus.

Meist erkranken die Hunde schwer und unbehandelt verläuft die Erkrankung leider häufig tödlich, wie in unserer Praxis leider schon vorgekommen!
Einen wichtigen Schutz stellt die ganzjährige Zeckenprophylaxe dar, wo Tierärzte eine entscheidende Rolle in der Beratung einnehmen. 

Mehr zu den Erkrankungen und wie man diese erkennt habe ich bereits in diesem Blogartikel beschrieben: 
https://hund-katze-heimtier-kleintier.de/immer-wieder-diese-zecken/

Warum wir die 12-Monats-Spritze gegen Zecken bei Hunden empfehlen:

  1. Nur dieses bietet einen lückenlosen Schutz gegen Zecken über ein ganzes Jahr
  2. Sie müssen nicht jeden Monat oder alle 12 Wochen daran denken
  3. Sie ist letztlich günstiger als Tabletten oder SpotOn über 12 Monate
  4. Sie ist von der Gesamtbelastung des Tieres durch den Wirkstoff am verträglichsten
  5. Bei allen unseren Patienten in den letzten 2 Jahren sind keine Nebenwirkungen, außer gelegentlich einer Schwellung an der Injektionsstelle, aufgetreten
  6. Wir haben im letzten Jahr einen gravierenden Anstieg an Babesiose-Erkrankungen im Landkreis festgestellt z.T. auch mit tödlichem Ausgang
  7. Die Folgen (für das Tier und den Geldbeutel) einer Erkrankung mit Babesiose oder Borreliose sind bei weitem schlimmer als die theoretische Möglichkeit von schweren Nebenwirkungen
  8. Die Risiko-Nutzen-Analyse fällt nach unserem Wissen und unserer Erfahrung eindeutig zu Gunsten der vorbeugenden Behandlung gegen Flöhe, Milben und Zecken aus

Vereinbaren Sie jetzt einen Termin bei uns:


oder rufen Sie uns gerne an:

Weitere Artikel & Quellen zu dem Thema Parasitenbekämpfung bei Hunden und Katzen:


Blogartikel zur Babesiose / Hundemalaria:

Sicherheit von Bravecto und Falschmeldungen bzw. Panikmache im Internet:

Infos zum Floh- & Zeckenschutz:

Sonntag, 29. März 2026

Erinnerung - Zeckenschutz wegen Babesiose


Erinnerung - Zeckenschutz wegen Babesiose


Zwei Fälle von Babesiose gab es innerhalb weniger Tage bei uns in der Praxis.

Allerdings dieses mal ein sehr unterschiedlichen Verläufen:

Fall 1:

Der erste Hund hatte zwar Fieber und war etwas schlapp, hatte aber keine blassen Schleimhäute, keinen dunklen Urin oder sonstige spezifische Symptome.
Doch nachdem das Fieber nach der Erstbehandlung mit einem Antibiotikum und Fiebermittel gegen einen Infekt nach gut einer Woche, also kurz nach Beendigung der Therapie, wieder da war, haben wir einen Tag später im Bluttest die Gewissheit gehabt, dass es sich doch um Babesiose handelt.

Der Hund trägt zwar regelmäßig ein wirksames Halsband gegen Parasiten, dieses wurde aber zu spät ausgetauscht. 
Und genau in dieser Sicherheitslücke war dann die EINE Zecke, die die Babesien übertragen hat! 
Die Antiparasitika wirken dann zwar noch und irgendwann stirbt auch die Zecke, doch nicht schnell genug, um auch die Infizierung durch die Blutparasiten zu verhindern.


Fall 2:

Gestern kam dann schon das 2. Tier. 
Hier hatten wir sofort einen Blutausstrich (s.o.) angefertigt, denn das Tier hatte hohes Fieber an die 40°C, blasse Schleimhäute und dann heute auch dunklen Urin.
Also die klassischen Symptome innerhalb kürzester Zeit.
Hier wurden die Antiparasitika per SpotOn erst verabreicht, nachdem dieses Jahr die ersten Zecken auf dem Hund waren.
Eine von diese hatte dann aber schon den Schaden angerichtet.

Fall 3:

Hündin mit "Milchstau" 3 Wochen nach dem Werfen, schlapp, 40°C. Trotzdem zur Sicherheit Blutausstrich gemacht und tatsächlich ein typischer Befund im Blutausstrich.
Hier wurde ein Mittel "aus dem Internet" gegen Flöhe und Zecken verwendet.
Eine obskure Zusammenetzung von u.a. Neem-Öl und anderen Substanzen in der Aufmachung von "Frontline" (was auch nur noch eine variable Wirkung hat).
Auch für Katzen soll das sein, obwohl Neem-Öl als toxisch eingestuft ist!
(--> https://www.esccap.de/vergiftungen-durch-neembaumoel/)

Wichtige Punkte, die aus diesen drei Fällen zu folgern sind:

  1. Das Krankheitsbild der "Hundemalaria" kann sehr unterschiedlich sein.
  2. Bei dem geringsten Verdacht lieber schnell einen Blutausstrich machen und/oder das Blut im Labor direkt auf Babesiose untersuchen lassen.
  3. Jede einzelne Zecke kann die EINE sein, die die Krankheit verursacht.
  4. Die einzige Vorbeugung ist eine lückenlose kontinuierliche Anti-Parasiten-Behandlung mit Medikamenten vom Tierarzt
  5. Mittel aus dem Internet, dem Baumarkt, der Apotheke oder vom "Tierheilpraktiker" wirken nicht! Egal, was, alles "Alternative" hilft NICHT zuverlässig gegen Zecken!*
  6. Es können auch 2 Krankheiten gleichzeitig auftreten, trotzdem darf, gerade hier bei uns im Landkreis Lüchow-Dannenberg die Babesiose nicht ausgeschlossen werden.

Wir empfehlen für Hunde die 12-Monats-Behandlung per Injektion:


Hier weitere hilfreiche Artikel zu dem Thema:

Freitag, 20. März 2026

Die Bedeutung der Parasitenprävention


Die Bedeutung der Parasitenprävention


Am 20. März macht der World Parasite Awareness Day auf die Bedeutung der Parasitenprävention aufmerksam.
Mehr Informationen: https://parasiteawarenessday.com

Heute, am World Parasite Awareness Day, rücken wir einmal mehr das in den Fokus, was im Alltag oft unsichtbar bleibt: 

Parasiten sind längst überall!


Eine neue Zeckenstudie* zeigt: 
Zecken wohnen nicht mehr nur im Wald – sie haben inzwischen auch unsere Stadtparks fest im Griff. 
In über 70 % der untersuchten Parks wurde Ixodes ricinus gefunden – und das quer durch Berlin, Potsdam und Heidelberg. 
Für Hunde und Katzen bedeutet das: Selbst der kurze Abstecher ins Grüne birgt ein echtes Risiko.

Zum Glück gibt es wirksame Prophylaxe-Mittel vom Tierarzt!


Für den Hund empfehlen wir entweder die 5-Wochen-Tabletten (mit oder ohne Wurmmittel) oder die 12-Monats-Spritze.

Für Katzen haben wir das 1-Monats SpotOn, oder das 3-Monats-SpotOn (mit oder ohne Wurmmittel

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Weitere Artikel & Quellen zu dem Thema Parasitenbekämpfung bei Hunden und Katzen:


Artikel ESCCAP zur Babesiose:

S
icherheit von Bravecto und Falschmeldungen bzw. Panikmache im Internet:
Infos zum Floh- & Zeckenschutz:

Sonntag, 8. Februar 2026

Jetzt an den 12-Monats-Zeckenschutz denken!


Jetzt an den 12-Monats-Zeckenschutz denken!


Obwohl wir endlich einmal wieder einen "richtigen" Winter haben, werden wir sobald es wieder über 5 °C wird die ersten Zecken auf unseren Tieren finden.
Beugen Sie dem bitte rechtzeitig vor durch entsprechende Medikamente zur Floh- und Zeckenprophylaxe.

Die meisten guten Präparate wirken dann auch noch gegen Milben, egal, ob als SpotOn, Tablette oder Injektion.


Die Durchschnittstemperaturen steigen und somit auch die Zeckenaktivität und die von Zecken übertragenden Infektionen.


Ein ganzjähriger Schutz gegen Zecken und Flöhe ist wichtig!


Mit BRAVECTO® gewährleisten Sie einen dauerhaften und lückenlosen Zeckenschutz!


BRAVECTO® Injectable von MSD Animal Health bietet Hunden ab 6 Monaten einen effektiven Zecken- und Flohschutz für die Dauer von 12 Monaten durch eine einzige Injektion. 
Es ist eine moderne, tierärztlich verabreichte Lösung zur systemischen Bekämpfung von Parasiten.



Wichtige Details zu Bravecto 12-Monate-Injektion:
  • Wirkung: Bietet 12 Monate Schutz gegen Flöhe (Ctenocephalides felis/canis) und verschiedene Zeckenarten (Ixodes ricinus, I. hexagonus, Dermacentor reticulatus).
  • Anwendung: Einmalige Injektion durch den Tierarzt.
  • Zielgruppe: Hunde ab einem Alter von 6 Monaten.
  • Wirkstoff: Fluralaner.
  • Wirkbeginn: Sofortige und anhaltende Wirkung gegen Flöhe; ab Tag 3-4 gegen Zecken.
  • Hinweis: Es ist zu unterscheiden von den bekannten Bravecto-Kautabletten oder Spot-ons, die in der Regel einen Schutz für 12 Wochen bieten. Wie bei jedem Arzneimittel können Nebenwirkungen auftreten, und die Entscheidung zur Anwendung sollte in Absprache mit einem Tierarzt getroffen werden.

Wichtig ist, dass die Wirkgeschwindigkeit schneller ist als die Übertragungszeit der schweren Infektionskrankheiten durch den Zeckenbiss. 
Der früheste Zeitpunkt ist 16 Stunden nach dem Biss und bis dahin hat das Medikament schon seine Wirkung getan und die Zecke ist tot und überträgt keine Babesien oder Borrelien mehr.

Die Babesiose ist eine der wichtigsten zeckenübertragenen Erkrankungen beim Hund.
Die Überträgerzecke Dermacentor reticulatus (Auwaldzecke) breitet sich immer weiter in Deutschland aus.

Meist erkranken die Hunde schwer und unbehandelt verläuft die Erkrankung leider häufig tödlich, wie in unserer Praxis leider schon vorgekommen!
Einen wichtigen Schutz stellt die ganzjährige Zeckenprophylaxe dar, wo Tierärzte eine entscheidende Rolle in der Beratung einnehmen. 

Mehr zu den Erkrankungen und wie man diese erkennt habe ich bereits in diesem Blogartikel beschrieben: 
https://hund-katze-heimtier-kleintier.de/immer-wieder-diese-zecken/

Warum wir die 12-Monats-Spritze gegen Zecken bei Hunden empfehlen:

  1. Nur dieses bietet einen lückenlosen Schutz gegen Zecken über ein ganzes Jahr
  2. Sie müssen nicht jeden Monat oder alle 12 Wochen daran denken
  3. Sie ist letztlich günstiger als Tabletten oder SpotOn über 12 Monate
  4. Sie ist von der Gesamtbelastung des Tieres durch den Wirkstoff am verträglichsten
  5. Bei allen unseren Patienten in den letzten 1 1/2 Jahren sind keine Nebenwirkungen, außer gelegentlich einer Schwellung an der Injektionsstelle, aufgetreten
  6. Wir haben im letzten Jahr einen gravierenden Anstieg an Babesiose-Erkrankungen im Landkreis festgestellt z.T. auch mit tödlichem Ausgang
  7. Die Folgen (für das Tier und den Geldbeutel) einer Erkrankung mit Babesiose oder Borreliose sind bei weitem schlimmer als die theoretische Möglichkeit von schweren Nebenwirkungen
  8. Die Risiko-Nutzen-Analyse fällt nach unserem Wissen und unserer Erfahrung eindeutig zu Gunsten der vorbeugenden Behandlung gegen Flöhe, Milben und Zecken aus

Vereinbaren Sie jetzt einen Termin bei uns:


oder rufen Sie uns gerne an:

Weitere Artikel & Quellen zu dem Thema Parasitenbekämpfung bei Hunden und Katzen:


Blogartikel zur Babesiose / Hundemalaria:

Sicherheit von Bravecto und Falschmeldungen bzw. Panikmache im Internet:

Infos zum Floh- & Zeckenschutz:

Samstag, 20. Dezember 2025

Das war 2025 ... Besondere Fälle in der Kleintierpraxis Gusborn


Das war 2025 ... Besondere Fälle in der Kleintierpraxis Gusborn


Hier einmal nur ein kleiner Überblick von Fällen aus dem Jahr 2025, von denen ich auch eigenen Fotos gemacht habe.

1. Immer wieder Parasiten


Trotz aller Informationen und Blogartikeln, trotz Internetaktionen und Aufklärung ist das Problem der Parasiten so aktuell wie immer.

Wir finden ausgebrochene Bandwürmer, Spulwürmer und von Ende Januar bis Anfang Dezember Zecken auf den Tieren. Es gibt viele Fälle von Ohrmilben und Flohbefall.

Ganz besonders dramatisch war in diesem Jahr die hohe Anzahl von "Babesiose / Hundemalaria", welche durch Auwaldzecken übertragen wird. Im schlimmsten Fall führt diese Erkrankung nach nicht einmal 24 Sunden nach einer Übertragung unbehandelt zum Tod der Hunde.

Durch regelmäßige Wurm-, Zecken- und Flohkuren würde das nicht passieren.
Wir empfehlen für Freigängerkatzen, die nachweislich viele Mäuse fangen mindestens alle 2 Monate eine Wurmkur, falls kleine Kinder im Haus sind sogar monatlich.
Ansonsten wie bei den Hunden empfehlen wir 1/4-jährliche Wurmkuren.

Eine Zecken- & Flohprophylaxe sollte tatsächlich kontinuierlich und ununterbrochen 12 Monate im Jahr erfolgen.
Dazu empfehlen wir entweder eine 3-Monats-Tablette, Monats-Tabletten oder die 12-Monats-Spritze für Hunde.

Bei guten Zeckenmitteln werden die Ohrmilben auch gleich mit behandelt. Dabei ist eine mikroskopische Untersuchung von Sekret unerlässlich, um nicht andere Erreger wie Bakterien oder Pilze zu übersehen.

Weitere Infos zu dem Thema: 



2. Immer wieder Zähne


Zu oft sehen wir bei der Routinekontrolle schlechte Zähne bei Hunden und Katzen oder zu langen Schneidezähne aufgrund von Zahnfehlstellungen bei Kaninchen.

Zahnstein und entzündetes Zahnfleisch ist keine "Kleinigkeit". Es verursacht zum Einen natürlich permanente Schmerzen bei den Tieren, die diese allerdings (leider) nicht so zeigen.
Zum Anderen dringen die Bakterien über Verletzungen in die Blutbahn ein und sammeln sich mit Vorliebe in der Niere oder am Herzen und verursachen dort bleibende Schäden.

Es liegt nun einmal in der Natur der Sache, dass solche Probleme vorzugsweise bei älteren Tieren auftreten. Da ist es trotzdem kein vernünftiges Argument das Alter vorzuschieben um nichts zu machen.
Natürlich ist das Narkoserisiko etwas höher als bei jungen Tieren, doch die Folgen der permanenten Schmerzen, Geruchsbelästigung, Entzündung und Keimverbreitung sind weitaus schlimmer.

3. Blasenprobleme


Die Katze setzt sich oft hin zum pinkeln, pinkelt in die Wohnung und nicht ins Klo, der Urin riecht komisch oder ist leicht rötlich, es sind immer nur kleine Mengen Urin im Klo etc. pp.
Das sind alles deutliche Hinweise auf eine Blasenentzündung, die gerade bei Katzen oft chronisch ist, oder wird. 
Die Ursachen sind vielfältig und oft steht eine bakterielle Infektion erst am Ende der Geschichte und ist nicht der Auslöser.
Manchmal sind es Kristalle (Struvit oder Oxalat), die gebildet werden, manchmal ist es Stress und ab und an tatsächlich eine aufsteigende Infektion.

Weitere Artikel über das Thema: 
Hilfsmittel bei Nieren-, Blasenproblemen: https://hund-katze-heimtier-kleintier.de/teil-5-nieren-blasenprobleme/
Vertrauenswürdiger Tierarzt-Shop - Tierarzt24: https://kleintierexperte.de/go/tierarzt24


4. Immer wieder Qualzucht


Leider haben wir auch immer mit Folgeerkrankungen von genetischen Qualzuchten zu tun.
Die Tiere, die dann zu uns in die Praxis kommen können ja nichts dafür und sind meistens auch lieb und süß, doch grundsätzlich sollten Sie beim Kauf von Hunden und Katzen wirklich vermehrt auf qualzuchtfreie Rassen achten.

Diese arme Katze oben im Bild hat chronische Knorpelveränderungen an allen Gelenken, aufgrund einer genetischen Störung, die bei Faltohrkatzen eben genau dieses gewünschte Faltohr auslösen. 
Scottish Fold leiden ihr Leben lang, vom Tag ihrer Geburt.
Genau wie die beliebten Frenchies, Mops und viele andere Rassen.



Samstag, 4. Oktober 2025

Drei Babesiose-Fälle an einem Wochenende


Drei Babesiose-Fälle an einem Wochenende - Vier Babesiose-Fälle in 3 Tagen


Im Frühling und im Herbst ist immer die Hochzeit für Zecken! Im Hochsommer nicht so.

Innerhalb von 3 Tagen hatten wir jetzt 4 Fälle von "Hundemalaria" = Babesiose bei uns in der Praxis. Darunter ein schweres Rezidiv (Wiederaufflammen der Krankheit nach einer Behandlung).

Bitte denken Sie an die umfassende kontinuierliche Floh- & Zeckenprophylaxe. Am besten durch eine jährliche Injektion.

Sei 2 Jahren ist diese Erkrankung massiv auf dem Vormarsch hier in Norddeutschland und ganz besonders in sog. "endemischen Gebieten" also Gegenden, in denen die Zecken-Überträgerart jetzt heimisch geworden ist. Lüchow-Dannenberg gehört dazu!

2023 habe ich in einem Blogartikel noch geschrieben, dass kein Grund zur Panik besteht. Panik ist nie gut, doch die Häufung der Fälle ist schon dramatisch angestiegen. 
Hier in diesem Blogartikel habe ich die Entwicklung in Lüchow-Dannenberg einmal zeitlich aufgelistet.

Das sollten Sie grundsätzlich beachten:
  • Achten Sie ganz genau darauf, ob Sie Zecken an Ihrem Tier finden
  • Schauen Sie dann in den nächsten Tagen gezielt auf die unten beschriebenen Krankheitssymptome*
  • Gehen Sie rechtzeitig zum Tierarzt
  • Schützen Sie Ihr Tier ganzjährig gegen Parasiten


Die wichtigsten Symptome und Diagnosemethoden zur Erkennung einer Babesiose beim Hund sind:



Babesiose / Hundemalaria:

Die Babesiose, auch bekannt als "Hundemalaria", ist eine durch Zecken übertragene Krankheit, die durch Parasiten / Einzeller (Babesien) verursacht wird, die die roten Blutkörperchen des Hundes angreifen und zerstören. Dies führt zu Blutarmut (Anämie) und kann unbehandelt tödlich sein.

Übertragung:

Die Babesiose wird durch Zeckenstiche übertragen, insbesondere durch Arten wie die Auwaldzecke (Dermacentor spp.). Die Parasiten werden erst aktiv, wenn die Zecke Blut saugt, und diese dann in den Blutkreislauf des Hundes übertragen. Das ist meistens erst ab ca. 12 Std. nach dem Biss der Fall. Also sollte ein "Zeckenmittel" so schnell wirken, dass die Zecken vorher abgetötet werden.

1. Klinische Symptome*:

  • Fieber: Meist hohes Fieber, oft über 40°C.
  • Schwäche und Müdigkeit: Der Hund wirkt lethargisch und hat weniger Energie und keinen Appetit.
  • Anämie (Blutarmut): Blasse Schleimhäute (Zahnfleisch, Augenlider), schneller Herzschlag.
  • Gelbsucht (Ikterus): Gelbliche Verfärbung der Schleimhäute und Haut durch die Zerstörung roter Blutkörperchen.
  • Dunkler Urin: Durch den Abbau der roten Blutkörperchen wird Hämoglobin freigesetzt, was zu einem braun-rötlichen Urin führen kann.
  • Erbrechen und Durchfall: Magen-Darm-Symptome können auftreten.
  • Appetitlosigkeit: Hunde fressen oft schlechter oder gar nicht.
  • Neurologische Symptome: In schweren Fällen können Krämpfe oder Lähmungen auftreten.
  • Unterschiedliche Virulenz der Stämme: Die Schwere und die Schnelligkeit sowie die Erkennbarkeit der Symptome variiert sehr stark, da die Babesien unterschiedlich virulent sind. Es kann auch sein, das keine oder nicht alle typischen Symptome zu erkennen sind oder diese erst so spät auftauchen wenn der Hund schon nicht mehr zu retten ist.

2. Diagnosemethoden:

  • Blutuntersuchung (Mikroskopie): Die Babesien können unter dem Mikroskop in den roten Blutkörperchen sichtbar gemacht werden. Klappt aber nicht immer in der Tierarztpraxis.
  • PCR-Test: Molekulare Tests wie die Polymerase-Kettenreaktion (PCR) sind sehr sensitiv und können Babesia-DNA nachweisen. (Zur Zeit nur im Labor und keine Schnellteste vor Ort in der Praxis möglich)
  • Blutbild: Eine Anämie (Erythrotzytopenie - niedrige Anzahl an roten Blutkörperchen) , Thrombozytopenie (niedrige Blutplättchenzahl) und veränderte Leber- und Nierenwerte sind typische Laborergebnisse.
  • Serologische Tests: Antikörpertests können eine Babesiose-Infektion nachweisen, sind jedoch nicht immer so präzise wie PCR-Tests.
  • Bitte unbedingt auch die Hunde impfen lassen, damit zumindest die Leptospirose als Differentialdiagnose ausgeschlossen werden kann, die ähnlich Erscheinungen hat, wogegen es jedoch eine jährliche Schutzimpfung gibt. (s. Blogartikel hier: https://hund-katze-heimtier-kleintier.de/nicht-die-impfungen-vergessen/)
  • Neben der Leptospirose kann es sich aber auch um eine einfache Magen-Darm-Erkrankung, eine Anämie anderer Ursache, eine Vergiftung, eine andere Infektionserkrankung, oder Stoffwechselerkrankung handeln. Auch treten nicht immer alle Symptome gleichzeitig oder nacheinander auf. Manchmal überwiegt auch nur ein Symptom manchmal ein anders...

3. Behandlungsmöglichkeiten:

Es gibt jetzt ein zugelassenes Antiprotozoikum zur Injektion beim Tierarzt
Dieses Medikament ist allerdings mit „Vorsicht“ zu nutzen und sollte möglichst nur bei definitiv nachgewiesener Babesien-Infektion angewendet werden.
In der heutigen Situation würde ich jedoch lieber eine Behandlung starten, auch wenn noch keine eindeutigen Laborbeweise vorliegen, als zu lange zu warten.
Zudem ist es in Deutschland zur Zeit nicht so einfach zu bekommen und somit evtl. nicht in jeder Tierarztpraxis vorhanden.
Eine symptomatische Behandlung besonders der Anämie kann zusätzlich vorgenommen werden.
Zudem gibt es ein spezielles Antibiotikum zur Behandlung. Allerdings muss die Behandlung über 4 Wochen erfolgen.

4. Vorbeugung:

Die einzige sinnvolle Vorbeugung / Prophylaxe ist die kontinuierliche und lückenlose Behandlung über 12 Monate von Hunden und Katzen mit Antiparasitika / Floh- & Zeckenmitteln.

Wichtig ist, dass diese immer den angegeben Wirkstoffspiegel haben, da es entscheidend ist, wie schnell Zecken (& Flöhe) abgetötet werden.
Eine Übertragung der Erreger nach dem Biss erfolgt nach 12 bis 48 Stunden.

Bleibt z.B. ein 3-Monats-Mittel vier Monate oder länger auf dem Tier, ohne aufgefrischt zu werden, verlängert sich die Zeit vom Biss bis zum Tot der Zecke (Speed of kill) erheblich und damit erhöht sich die Möglichkeit einer Infektion mit Babesien, Borrelien etc. dramatisch!

Es gibt Zeckentabletten, die 1 oder 3 Monate wirken, es gibt SpotOn-Präparate, Halsbänder oder seit neuestem eine Jahresinjektion. 
Nachgewiesen wirksame Medikamente gibt es NUR beim Tierarzt!
Lassen Sie sich von dem Tierarzt Ihres Vertrauens beraten, welches Mittel in Ihrem Fall das richtige ist. 
Mittel aus dem Supermarkt oder dem Tierhandel wirken NICHT!  (s. Blogartikel hier)
Bei Medikamenten aus dem Internet erhalten Sie keine Beratung und können sich einer zuverlässigen Wirkung nicht sicher sein! Zudem sind gefälschte Präparate weit verbreitet, besonders bei Halsbändern gegen Parasiten aus dem Internet.

Wir empfehlen für Hunde den neuen 12-monatigen Ekto-Parasitenschutz per Injektion!

Eine Impfung ist in Deutschland nicht zugelassen und mildert auch nur die Infektion, verhindert diese aber nicht.

5. Prognose / Therapie / Heilungs-Chancen

Wird die Schwere der Erkrankung schnell vom Besitzer erkannt und vom Tierarzt richtig eingeschätzt und mit dem zugelassenen Mittel rasch behandelt, ist eine fast wundersame Heilung nach 24 Stunden möglich. Eine Nachtherapie ist dann in 2 Wochen nötig.
Manchmal verläuft die Infektion jedoch so schnell, dass die Tiere schon tot sind, bevor typische Symptome überhaupt auftreten konnten.

Hier weitere hilfreiche Artikel zu dem Thema:

Sonntag, 27. Juli 2025

Immer wieder diese Zecken ...


Immer wieder diese Zecken ...


In diesem Jahr ist es anscheinend besonders schlimm mit den Zecken.
Nicht nur, dass wir jetzt endemisch diese neue Zeckenart hier haben, die Auwaldzecke, sondern auch die Gesamtzahl der Zecken scheint dieses Jahr erheblich zu sein.

Der Stich tut weh, die Einstichstelle kann sich entzünden, der Kopf, der evtl. stecken bleibt kann zu einer Infektion führen und diese Biester übertragen Erreger, die schwere Erkrankungen hervorrufen können.

Einige davon sind auch für den Menschen gefährlich (z.B. FSME oder Borreliose) andere sind besonders in diesem Jahr dazugekommen (Babesiose / Hundemalaria), einige sind eher selten hier anzutreffen (z.B. Anaplasmose) und einige kommen hauptsächlich im Mittelmeerraum vor und befallen dort Tiere, die mit im Urlaub waren.

Die beste Zusammenstellung aller Informationen finden sie hier 
(das ist auch die Quelle der Bilder und Übersichten): https://www.esccap.de/empfehlung/vbds/



1. Borreliose:

Borreliose, auch bekannt als Lyme-Borreliose, ist eine bakterielle Infektionskrankheit, die durch Zecken auf Hunde übertragen wird. Die Symptome können vielfältig sein und reichen von Fieber und Gelenkschmerzen bis hin zu neurologischen Problemen. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung sind wichtig, um Spätfolgen zu vermeiden.

Was ist Borreliose beim Hund?

Borreliose wird durch das Bakterium Borrelia burgdorferi verursacht und durch Zecken auf Hunde übertragen.
Die Bakterien werden über den Speichel der Zecke in den Blutkreislauf des Hundes abgegeben.
Eine Infektion kann zu Entzündungen im ganzen Körper führen.
Viele Hunde zeigen keine Symptome, während andere eine Vielzahl von Beschwerden entwickeln können.

Symptome der Borreliose beim Hund:

  • Fieber, Appetitlosigkeit und Abgeschlagenheit.
  • Geschwollene Lymphknoten und Gelenke.
  • Lahmheit, Gelenkschmerzen und Arthritis.
  • Neurologische Probleme, wie Lähmungen.
  • In einigen Fällen Nierenentzündungen oder andere Organschäden.
  • Die typische Wanderröte, die beim Menschen auftritt, ist bei Hunden oft nicht sichtbar.

Diagnose und Behandlung:

Eine Diagnose kann durch einen Bluttest (ELISA oder Western Blot) und die Bewertung der Symptome gestellt werden.
Ein direkter Erregernachweis (PCR) ist ebenfalls möglich.
Die Behandlung erfolgt in der Regel mit Antibiotika über einen längeren Zeitraum (mindestens vier Wochen).
Zusätzlich können entzündungshemmende Schmerzmittel eingesetzt werden, um die Symptome zu lindern.


Prävention:

Regelmäßige Zeckenkontrolle und -entfernung ist wichtig.
Es gibt verschiedene Zeckenschutzmittel wie Spot-on-Präparate, Halsbänder oder Kautabletten.
Wir empfehlen ausdrücklich die 12-Monats-Injektion!
Eine Borreliose-Impfung ist für Hunde verfügbar und wird von uns aufgrund der unzureichenden Wirkung nicht empfohlen.

Die Impfung kann das Risiko einer Erkrankung verringern, ersetzt aber nicht den mechanischen Zeckenschutz.

Wichtiger Hinweis: Wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihr Hund an Borreliose erkrankt ist, suchen Sie bitte umgehend einen Tierarzt auf. Die frühzeitige Behandlung ist entscheidend für eine erfolgreiche Heilung.



2. Babesiose / Hundemalaria:

Die Babesiose, auch bekannt als "Hundemalaria", ist eine durch Zecken übertragene Krankheit, die durch Parasiten (Babesien) verursacht wird, die die roten Blutkörperchen des Hundes angreifen und zerstören. Dies führt zu Blutarmut (Anämie) und kann unbehandelt tödlich sein.

Symptome:

  • Fieber
  • Appetitlosigkeit und Lethargie
  • Blasse Schleimhäute (z.B. Zahnfleisch)
  • Dunkler, rötlicher oder bräunlicher Urin
  • Gelbsucht (Ikterus)
  • Atembeschwerden
  • Neurologische Symptome wie Lähmungen oder Krämpfe (in schweren Fällen)

Übertragung:

Die Babesiose wird durch Zeckenstiche übertragen, insbesondere durch Arten wie die Auwaldzecke (Dermacentor spp.). Die Parasiten werden erst aktiv, wenn die Zecke Blut saugt, und dann in den Blutkreislauf des Hundes übertragen.

Behandlung:

Die Behandlung der Babesiose erfolgt in der Regel mit Medikamenten, die die Babesien abtöten, sowie mit unterstützender Therapie zur Behandlung der Anämie und anderer Symptome. In schweren Fällen kann eine Bluttransfusion oder eine intensivmedizinische Behandlung erforderlich sein.

Vorbeugung:

Zeckenschutzmittel verwenden (z.B. Halsbänder, Spot-on-Präparate, Tabletten)
Wir empfehlen ausdrücklich die 12-Monats-Injektion!
Vermeiden von Risikogebieten oder Zeiten (z.B. hohe Zeckenaktivität)
Regelmäßige Kontrolle des Hundes auf Zecken

Wichtig: Bei Verdacht auf Babesiose sollte umgehend ein Tierarzt aufgesucht werden, da eine schnelle Behandlung entscheidend für den Behandlungserfolg ist.


3. Ehrlichiose:

Ehrlichiose ist eine durch Zecken übertragene Krankheit, die Hunde betreffen kann. Sie wird durch Bakterien der Gattung Ehrlichia verursacht und befällt hauptsächlich weiße Blutkörperchen, was zu verschiedenen Symptomen und Organschäden führen kann. Die Krankheit verläuft oft in verschiedenen Phasen, von einer akuten bis hin zu einer chronischen Form, die unbehandelt schwerwiegende Folgen haben kann.

Was ist Ehrlichiose?

Ehrlichiose ist eine bakterielle Infektionskrankheit, die Hunde durch den Stich infizierter Zecken der Art Rhipicephalus sanguineus (braune Hundezecke) bekommen können. Die Erreger, die Bakterien der Gattung Ehrlichia, befallen vor allem Monozyten und Makrophagen, also bestimmte Arten von weißen Blutkörperchen. Diese Bakterien vermehren sich in den Zellen und können so die Immunabwehr des Hundes beeinträchtigen.

Symptome:

Die Symptome der Ehrlichiose können je nach Krankheitsstadium variieren:
Akute Phase:
Fieber, Appetitlosigkeit, Lethargie, geschwollene Lymphknoten, Nasenbluten, punktförmige Blutungen auf Haut und Schleimhäuten, Erbrechen, Atembeschwerden.

Subklinische Phase:
Symptome können vorübergehend abklingen, die Bakterien bleiben jedoch im Körper, oft in Organen wie Milz und Knochenmark.

Chronische Phase:
Schwere Organschäden, Anämie, Blutungen, Gewichtsverlust, Muskelschwund, neurologische Symptome, Lähmungen, Erblindung können auftreten.

Behandlung:

Die Behandlung der Ehrlichiose erfolgt in der Regel mit Antibiotika, über einen Zeitraum von mehreren Wochen. In schweren Fällen kann eine stationäre Behandlung mit Intensivtherapie notwendig sein, und auch eine symptomatische Behandlung (z.B. Bluttransfusionen) kann erforderlich sein.

Vorbeugung:

Da es keine Impfung gegen Ehrlichiose gibt, ist ein konsequenter Zeckenschutz wichtig. Regelmäßige Kontrolle des Hundes auf Zecken nach Spaziergängen und der Einsatz von Zeckenschutzmitteln (z.B. Spot-ons, Halsbänder) können das Risiko einer Infektion reduzieren.
Wir empfehlen ausdrücklich die 12-Monats-Injektion!

Wichtiger Hinweis:
Bei Verdacht auf Ehrlichiose sollte immer ein Tierarzt konsultiert werden, um eine genaue Diagnose zu stellen und die richtige Behandlung einzuleiten.



4. Anaplasmose:

Die Anaplasmose ist eine durch Zecken (Holzbock) übertragene Krankheit, die auch Hunde betrifft. Sie wird durch Bakterien der Gattung Anaplasma verursacht und kann verschiedene Symptome hervorrufen, darunter Fieber, Lethargie, Appetitlosigkeit, Lahmheit und Blutungen. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung mit Antibiotika ist wichtig, um den Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen.

Was ist Anaplasmose?

Anaplasmose ist eine bakterielle Infektion, die hauptsächlich durch Zecken übertragen wird. In Europa ist die häufigste Überträgerart der Gemeine Holzbock (Ixodes ricinus). Die Bakterien befallen hauptsächlich weiße Blutkörperchen (Granulozyten) und Blutplättchen (Thrombozyten) des Hundes. Es gibt verschiedene Arten von Anaplasmen, wobei Anaplasma phagocytophilum am häufigsten bei Hunden vorkommt und Anaplasma platys eher im südlichen Europa.

Symptome bei Hunden:

Die Symptome einer Anaplasmose können sehr unterschiedlich sein und reichen von mild bis schwerwiegend. Mögliche Anzeichen sind:

  • Fieber
  • Abgeschlagenheit und Lethargie
  • Appetitlosigkeit
  • Lahmheit aufgrund von Gelenkentzündungen
  • Punktförmige Blutungen in der Haut oder Nasenbluten
  • Blasse Schleimhäute
  • Aufgeblähter Bauch und geschwollene Beine
  • Durchfall und Erbrechen
  • Erhöhte Atemfrequenz
  • Vergrößerte Lymphknoten
  • In seltenen Fällen neurologische Symptome wie Anfälle oder Bewegungsstörungen

Diagnose:

Die Diagnose einer Anaplasmose erfolgt in der Regel durch einen Bluttest, bei dem der Erreger direkt nachgewiesen oder Antikörper gegen ihn im Blut festgestellt werden. Die PCR (Polymerasekettenreaktion) ist eine gängige Methode zum Nachweis des Erregers im Blut oder in Gewebeproben.

Behandlung:

Die Behandlung der Anaplasmose erfolgt in der Regel mit Antibiotika, über einen Zeitraum von mehreren Wochen. Die Behandlung sollte idealerweise bei Vorliegen klinischer Symptome erfolgen. Nach der Behandlung ist eine Kontrolle der Blutwerte, insbesondere der Thrombozytenzahl, ratsam.

Vorbeugung:

Da es keine Impfung gegen Anaplasmose gibt, ist eine gute Zeckenprophylaxe wichtig:
Regelmäßige Kontrolle des Hundes nach Zeckenbefall
Entfernung von Zecken so schnell wie möglich
Anwendung von zeckenabwehrenden Mitteln (Spot-on-Präparate, Zeckenhalsbänder, Kautabletten)
Wir empfehlen ausdrücklich die 12-Monats-Injektion!

Wichtig: Auch wenn ein Hund die Anaplasmose überstanden hat, kann er ein lebenslanger Träger des Erregers bleiben, auch wenn er keine Symptome mehr zeigt.

Prognose:

Die Prognose bei Anaplasmose ist in der Regel gut, wenn die Krankheit frühzeitig erkannt und behandelt wird. Bei manchen Hunden kann es jedoch zu Komplikationen oder einem chronischen Verlauf kommen. Eine Blutarmut (Anämie), die durch die Anaplasmose ausgelöst werden kann, kann unbehandelt zum Tod des Hundes führen.

Frühere und weitere Artikel zu dem Thema:

Zusammenfassung:


1. In einem so starken "Zeckenjahr" wie dieses Jahr ist eine 100%ige ganzjährige Abdeckung der Hund mit einem guten Floh- und Zeckenmittel die beste Absicherung und Vorbeugung vor diesen und anderen schlimmen Erkrankungen durch diese von Zecken übertragbare Erreger.

2. Eine Diagnose ist nicht immer einfach oder schnell zu stellen, da die Symptome anfangs eher unspezifisch sind und in einigen Fällen eine schnelle Verschlechterung bis hin zum Tod auftreten kann.

3. Gegen die Babesiose wirkt nur ein ganz spezifisches Medikament, welches zur Zeit direkt in Deutschland nicht zu bekommen ist. Gegen die meisten anderen Erkrankungen hilft ein spezielles Antibiotikum, welches jedoch wirklich lange genug gegeben werden muss.

4. Nicht jede Zecke ist Überträger einer der Erkrankungen, doch es werden immer mehr. Nicht jeder Zeckenbiss führt auch zu einer Erkrankung, doch Sie wissen nie, welche Zecke es nun hat und welche nicht. Nicht jedes Medikament wirkt gleich gut gegen Zecken. Diese müssen nach spätestens 5 - 6 Stunden abgetötet worden sein, damit die Erreger nicht auswandern können. 

5. Der beste Ansprechpartner bei Krankheitssymptomen und bei Fragen zur Vorbeugung / Prophylaxe ist der Tierarzt. Nicht das Internet, nicht die Chatgruppe, nicht der Verkäufer im Zooladen und nicht der Apotheker!

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