Montag, 26. Januar 2026

Alte Krankheit wieder häufiger - Parvovirose der Katze


Alte Krankheit wieder häufiger - Parvovirose der Katze


Parvovirose der Katze / Panleukopenie / Katzenseuche / FPV - felines Parvovirus


Die letzten 30 Jahren hatten wir bei uns in der Praxis so gut wie keine nachgewiesenen Fälle von Panleukopenie der Katzen.
Doch seit einiger Zeit häufen sich die Erkrankungen wieder - besonders bei Tieren, die aus Tierheimen oder direkt als Wildtiere in Familien kommen.

Grundsätzlich werden alle Tiere bei uns in der Praxis gegen Katzenseuche mit geimpft, aber eben nicht wilde Freigänger, die es dann einschleppen, übertragen und in den Bestand eintragen.
Die Parvovirose der Katzen, ist eine hoch ansteckende, potenziell tödliche Viruserkrankung, die vor allem junge, ungeimpfte Kätzchen befällt und durch Fieber, Erbrechen, Durchfall und Apathie gekennzeichnet ist. 

Der Erreger ist das "Felines Parvovirus" (FPV).

Eine Übertragung ist leicht über direkten Kontakt mit infizierten Tieren, Kot von infizierten Tieren, aber auch über kontaminierte Gegenstände (Näpfe, Körbchen) und indirekt durch den Menschen (z.B. infizierter Kot an den Schuhen) schnell möglich.
Das Virus ist jedoch nicht auf Menschen übertragbar.
Besonders bei jungen Katzen kann die Sterblichkeitsrate sehr hoch sein.

Das Virus selbst ist sehr stabil und kann monatelang (bis zu einem Jahr) in der Umgebung überleben.
Deswegen ist eine strenge Desinfektion mit speziellen Mitteln bei Nachgewiesener Erkrankung unbedingt wichtig.

Eine wirksame Impfung ist der beste Schutz. Diese Impfung sollte regelmäßig sein und bereits bei jungen Kätzchen beginnen.


Folgende Krankheitsanzeichen / Symptome können dabei auftreten:

  • Apathie, Abgeschlagenheit.
  • Fieber.
  • Appetitlosigkeit und Erbrechen.
  • Wässriger, oft blutiger Durchfall.
  • Austrocknung (Dehydratation).
  • Stumpfes Fell.
  • Bei Jungtieren kann die Krankheit so schnell verlaufen, dass sie innerhalb weniger Stunden sterben.

Bei Verdacht zum Tierarzt


Bei Verdacht sofort den Tierarzt Ihres Vertrauens aufsuchen.
Dort kann oft sofort mit einem Schnelltest nachgewiesen werden, ob es sich um FPV handelt oder nicht.
Auch eine Blutprobe kann genommen werden, um im Labor die typischen Blutbildabweichungen (Panleukopenie) bestätigen zu lassen.

Die Behandlung umfasst Infusionen bei Flüssigkeitsverlust, Medikamente gegen Erbrechen, Antibiotika gegen bakterielle Sekundärinfektionen und entzündungshemmende Mittel gegen Fieber, Schmerzen und andere Entzündungserscheinungen.
Auch eine direkte Immun-Serum-Behandlung ist möglich, da es ein Medikament mit spezifischen Antikörpern gegen die Katzenseuche gibt. Diese Therapie ist täglich bis zur Besserung durchzuführen.
Evtl. ist auch eine Zwangsernährung nötig und weitere symptomatische Behandlungen oder z.B. eine Entwurmung, da dieses häufig als Co-Infektion die Krankheit verschlimmern.

Wie immer ist eine vollständige Heilung eher zu erwarten, wenn die Erkrankung schnell erkannt und die Katze schnell behandelt wird und die Infektion noch keine zu große Schäden verursacht hat bzw. der Allgemeinzustand des Tieres noch einigermaßen gut ist.

Quellen (Text & Bild) u.a.: 
https://flexikon.doccheck.com/de/FPV-Infektion_(Katze)
https://tierisch-gutes-team.de/katze/vorsorge/impfung/katzenseuche-katze
https://hund-katze-heimtier-kleintier.de/aktualisierte-neu-kundeninfo/

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